Kaum Hoffnung für Lama und Auer

18. April 2019 20:33; Akt: 18.04.2019 21:55 Print

Lawinen-Drama: "Sie sind tot, nicht verschwunden!"

Die kanadischen Behörden gehen davon aus, dass David Lama und Hansjörg Auer tot sind. Auch ein Rettungseinsatz wäre im Moment nicht möglich.

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Die beiden Tiroler Extrem-Kletterer David Lama und Hansjörg Auer sind gemeinsam mit Jess Roskelley (USA) von einer Lawine in Kanada verschüttet worden. Von den drei Sportlern fehlt nach ersten Rettungsflügen jede Spur, der Vater von Roskelley hat die Hoffnung bereits aufgeben. Auch die Behörden sind pessimistisch.

"Sie sind tot, nicht verschwunden", sagt John Roskelley, der Vater eines der verschollenen Kletterer. Er selbst war es, der Alarm geschlagen hatte, nachdem er am Morgen nichts von seinem Sohn gehört hatte.

Die "Parks Canada" geben ebenfalls ein erschreckendes Update: "Wir haben beim Überfliegen Zeichen von mehreren, schweren Lawinen gesehen, zudem verschüttete Teile und kaputte Kletter-Ausrüstung." Die Behörden gehen aufgrund dieser Beobachtung davon aus, dass alle drei Kletterer tot sind.

Eine Rettungsaktion sei aufgrund der akuten Lawinengefahr aktuell auch nicht möglich.

Die Familie von David Lama hat ein Statement angekündigt, wann dieses folgen soll, ist nicht bekannt.

Das Kletter-Trio wurde an der Ostwand des Howse Peak verschüttete. Das Gebiet ist abgelegen und ein außergewöhnlich schwieriges Ziel, mit gemischten Fels- und Eisrouten.

David Lama wurde 1990 in Innsbruck geboren. Als Sportkletterer und Alpinist feierte er genug Erfolge, um Bücher zu füllen. Genau das tat er schon zwei Mal. 2010 erschien "High. Genial unterwegs an Berg und Fels.", drei Jahre später "Free. Der Cerro Torre, das Unmögliche und Ich."


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(pip)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra am 18.04.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Himmel

    Gott rief sie zu sich, mögen sie in Frieden nun ruhen.

  • Metatron am 19.04.2019 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erste Erkenntnisse

    Man habe einen ausgedehnten Lawinenkegel, Kletterausrüstung und einen teilweise von Schnee bedeckten Körper gesehen. Eine Bergung sei wegen der Lawinengefahr zunächst nicht möglich gewesen.

  • margot am 19.04.2019 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist bei Spaziergang!

    wenn man sich freiwillig in eine gefährliche Situation begibt ,kann so etwas schon einmal passieren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • margot am 19.04.2019 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist bei Spaziergang!

    wenn man sich freiwillig in eine gefährliche Situation begibt ,kann so etwas schon einmal passieren.

  • Gnthers am 19.04.2019 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mann

    Bei uns gibt es ein Sprichwort- Selber hinaufgestiegen,selber heruntergefallen- Oder -Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um- Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

  • Metatron am 19.04.2019 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erste Erkenntnisse

    Man habe einen ausgedehnten Lawinenkegel, Kletterausrüstung und einen teilweise von Schnee bedeckten Körper gesehen. Eine Bergung sei wegen der Lawinengefahr zunächst nicht möglich gewesen.

  • Sandra am 18.04.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Himmel

    Gott rief sie zu sich, mögen sie in Frieden nun ruhen.

  • Dosen am 18.04.2019 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Hosen(runter)

    Was man für Geld/Red Bull nicht alles macht ! Ich verstehe sowieso nicht wie man von irgendwo raufklettern leben kann ! Naja für coole Aufnahmen Zahlt die Dosenfabrik recht gut hab ich gehört ! Mein Beileid den Hinterbliebenen !

    • F.A. am 18.04.2019 21:54 Report Diesen Beitrag melden

      Lebenstraum

      Klettern bzw. Bergsteigen ist eine große Leidenschaft .... die drei Kletterer haben das Risiko gekannt. Ich hoffe, dass sie sich keinem wirtschaftlichen Druck aussetzen haben lassen. Wie gesagt .... das Risiko war und ist bei solchen Unternehmungen sehr hoch ... dafür leben und sterben sie ..... andere saufen sich zu Tode und haben nie intensiv mit all ihren Sinnen gelebt.

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