Lama und Auer verschüttet

19. April 2019 07:40; Akt: 19.04.2019 09:23 Print

Vermisste Kletterer: Retter sahen Leichen im Schnee

David Lama, Hansjörg Auer und ein amerikanischer Kletter-Kollege wurden von einer Lawine verschüttet. Das Schlimmste muss befürchtet werden.

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Bangen um drei Kletter-Stars. Die beiden Österreicher David Lama und Hansjörg Auer wurden auf ihrer Tour in Kanada gemeinsam mit dem US-Kollegen Jess Roskelley von einer Lawine verschüttet.

Das Trio war in Alberta an der Grenze zu British Columbia unterwegs, wollte auf den Howse Peak im Banff Nationalpark klettern.

Erste Rettungsflüge am Mittwoch blieben erfolglos. Lebenszeichen gibt es keines. Im Gegenteil: Die Familien gehen vom Schlimmsten aus. John Roskelley, Vater des verschollenen Kletterers, sagte: "Sie sind tot, nicht verschwunden."

Leichen im Lawinenkegel

Er hat keine Hoffnung mehr, seinen Sohn und die beiden Begleiter je wieder lebendig zu sehen. Die Suchtrupps hätten bei ihren Flügen über den Lawinenkegel Kletter-Ausrüstung und eine zum Teil mit Schnee bedeckte Leiche gefunden, wird Roskelley bei "spokesman.com" zitiert.

"Die Einsatzkräfte haben Zeichen von Lawinen und Kletterausrüstung in den Trümmern gesehen"sagte Stephen Holeczi von den Nationalparks in der Nacht auf Freitag in einer Telefonkonferenz. Es gebe "stichhaltige Beweise", dass die drei Alpinisten ums Leben gekommen seien.

Endgültige Gewissheit gibt es noch nicht, weil sich die Bergung wegen hoher Lawinengefahr als schwierig bis unmöglich gestaltet. Es muss ein günstiges Wetterfenster abgewartet werden.

Das ist David Lama

David Lama wurde 1990 in Innsbruck geboren. Als Sportkletterer und Alpinist feierte er genug Erfolge, um Bücher zu füllen. Genau das tat er schon zwei Mal. 2010 erschien "High. Genial unterwegs an Berg und Fels.", drei Jahre später "Free. Der Cerro Torre, das Unmögliche und Ich."

2013 erschien auch die Filmografie "Cerro Torre", ein Film über David Lama und die erste freie Begehung der "Kompressorroute" am Cerro Torre in Patagonien.


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(SeK)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lieselotte am 19.04.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig für die Angehörigen

    Erfahrene Kletterer wissen um die Gefahren bescheid und nehmen das Risiko bewusst auf sich. Oder wie meine Oma meinte: wer die Gefahr sucht, kommt darin um. Früher oder später kommen die meisten Extremkletterer um.

  • Thom am 19.04.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schnee

    Ich habe Fotos gesehen, Schnee ohne Ende, extreme Lawinengefahr. Ohne böse sein zu wollen, aber es war fast Selbstmord.

  • Michael Corleone am 19.04.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Sie liebten was sie lebten

    Sie haben ihren Frieden gefunden, indem sie (es) lebten und ausübten, was sie liebten (im leben). Ruhet In Frieden. Alles gute&Kraft den Hinterbliebenen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michael Corleone am 19.04.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Sie liebten was sie lebten

    Sie haben ihren Frieden gefunden, indem sie (es) lebten und ausübten, was sie liebten (im leben). Ruhet In Frieden. Alles gute&Kraft den Hinterbliebenen.

  • Thom am 19.04.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schnee

    Ich habe Fotos gesehen, Schnee ohne Ende, extreme Lawinengefahr. Ohne böse sein zu wollen, aber es war fast Selbstmord.

  • Lieselotte am 19.04.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig für die Angehörigen

    Erfahrene Kletterer wissen um die Gefahren bescheid und nehmen das Risiko bewusst auf sich. Oder wie meine Oma meinte: wer die Gefahr sucht, kommt darin um. Früher oder später kommen die meisten Extremkletterer um.

  • Geri am 19.04.2019 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Niemand hat ihnen befohlen da drauf zu klettern ! Wenn man auf einen Berg klettert dann ist es halt möglich das man verunglückt !