Amtszeit verlängert

03. März 2019 15:29; Akt: 03.03.2019 15:29 Print

Schröcksnadel wegen Dopings doch länger Boss

Peter Schröcksnadel verlängert wegen des Doping-Skandals in Seefeld seine Amtszeit an der Spitze des Österreichischen Skiverbands.

Bildstrecke im Grossformat »
Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Wenn so etwas auftritt, kann ich es nicht lassen. Da muss man aufräumen. Meine Gegner wollen wahrscheinlich, dass ich aufhöre, aber in so einer Situation hört man nicht auf", spricht Peter Schröcksnadel Klartext.

Der ÖSV-Boss hatte eigentlich seinen baldigen Rückzug angekündigt. Jetzt kommt es doch anders. Die Doping-Enthüllungen rund um die Nordische Ski-WM in Seefeld hätten ihn zu dieser Entscheidung veranlasst.

Zur Erinnerung: Die beiden ÖSV-Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf wurden des Dopings überführt.

Schröcksnadel: "Ich übergebe keinen Verband, wo Unstimmigkeiten sind. Das wird zuerst bereinigt. Aufhören wollte ich sowieso, aber jetzt kann es passieren, dass ich noch länger bleiben muss."

Jetzt wird das bereinigt und dann reden wir weiter. Denn in dieser Situation will das eh keiner machen." Erst im Frühjahr 2020 steht die nächste Neuwahl an. Eine Wiederwahl scheint wahrscheinlich.

Der Verbands-Boss glaubt nicht, dass weitere Enthüllungen rund um das ÖSV-Team folgen könnten. Auch seine Aussagen, wonach er der Langlaufsparte die Förderungen entziehen könnte, relativierte er. Einzig: "Was ich sicher nicht will, ist, dass ich mich für eine Sportart ständig hinstellen muss und mich rechtfertigen, obwohl wir viel Geld investieren. Das sehe ich nicht ein."


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Heute Sport)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 03.03.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    es ist zeit herr "schrecksnadel"

    sehr geehrter herr "schrecksnadel" warum haben sie seit Turin nicht aufgeräumt. was genau hat sie daran gehindert seit 2006 sprich seit 13 jahren nicht aufzuräumen? bitte übernehmen sie endlich verantwortung und räumen sie das feld, ich glaube es ist genug sie haben an ganz vielen stellen versagt!!! dass sie und der ösv so erfolgreich waren in den letzten jahren ist nicht ihr verdienst. mit einem maier und hirscher hätte es jeder andere Präsident auch geschafft die kassen mit sponsorengelder zu füllen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Roland am 03.03.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    es ist zeit herr "schrecksnadel"

    sehr geehrter herr "schrecksnadel" warum haben sie seit Turin nicht aufgeräumt. was genau hat sie daran gehindert seit 2006 sprich seit 13 jahren nicht aufzuräumen? bitte übernehmen sie endlich verantwortung und räumen sie das feld, ich glaube es ist genug sie haben an ganz vielen stellen versagt!!! dass sie und der ösv so erfolgreich waren in den letzten jahren ist nicht ihr verdienst. mit einem maier und hirscher hätte es jeder andere Präsident auch geschafft die kassen mit sponsorengelder zu füllen.