Nepal widerspricht

03. Mai 2019 15:51; Akt: 03.05.2019 16:09 Print

Soldaten fanden wohl doch keine Yeti-Spuren

Also doch: Nachdem die indische Armee Bilder angeblicher Fußspuren eines Yetis im Himalaya gepostet hatte, widerspricht nun Nepals Armee.

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Nach einer haarsträubenden Meldung der indischen Armee über angebliche Yeti-Fußspuren im Himalaya, sieht sich Nepal zum Widerspruch bemüßigt. "Nach Angaben von Einwohnern und Trägern in der Region kommen solche ungewöhnlichen Fußspuren dort häufig vor und stammen von wilden Bären", sagte der nepalesische Armeesprecher Bigyan Dev Pandey am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

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Die indische Armee hatte zu Wochenbeginn Bilder veröffentlicht, auf denen rund 80 Zentimeter lange Spuren im Schnee zu sehen sind – siehe Diashow oben. Sie wurden demnach im Himalaya-Gebirge nahe der nepalesisch-chinesischen Grenze aufgenommen. "Zum ersten Mal hat ein Expeditionsteam der indischen Armee mysteriöse Fußabdrücke des legendären Yeti gesichtet", hieß es in dem Twitter-Beitrag der Armee, mit dem sich die Streitkräfte im Internet umgehend zur Zielscheibe des Gespötts machten.

Der nepalesische Armeesprecher Pandey berichtete am Freitag, Mitarbeiter eines nepalesischen Verbindungsbüros hätten die Fundstelle aufgesucht. Zu diesem Zeitpunkt seien die Abdrücke im Schnee allerdings verschwunden gewesen. Er verwies aber auf Angaben von Ortskundigen, wonach es sich wohl um Bärenspuren handelte.

Diese Einschätzung stimmt mit der von Wissenschaftlern überein, die davon ausgehen, dass die Spuren von einem Bären stammten und durch Wind und Sonneneinstrahlung vergrößert wurden.

Das Fabelwesen Yeti, das vor allem im Himalaya angeblich immer wieder gesichtet wurde, fasziniert schon seit Generationen. Die Spekulationen wurden unter anderem durch von dem britischen Bergsteiger Eric Shipton bei einer Mount-Everest-Expedition aufgenommene Fotos befeuert, auf denen riesige Abdrücke im Schnee zu sehen sind.

Was Gen-Tests beweisen

Schon früher wurden vermeintliche Yeti-Spuren untersucht, mit ähnlichem Ergebnis. Die analysierten Haarproben entpuppten sich als Bären, Hirsche, Hunde und in einem Fall sogar als Mensch.

Ein Rätsel aber bleibt: Einige Erbgut-Sequenzen von zwei Haarproben aus Indien und Bhutan zeigten eine Übereinstimmung mit dem Erbgut eines Eisbären aus dem Pleistozän, der vor etwa 40.000 Jahren über die Erde wandelte, Ähnlichkeit mit dem Erbgut heute lebender Eisbären fanden die Forscher nicht. Die ganze Wahrheit ist also – frei nach der TV-Serie "Akte X" – immer noch "irgendwo da draußen"...

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yeti-Jäger am 30.04.2019 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Yeti existiert

    Warum sollte es so ein Wesen nicht geben? Wir entdecken fast täglich neue Tierarten,selbst solche von welchen man glaubte sie wären ausgestorben.

    einklappen einklappen
  • josef am 30.04.2019 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kängaroos am Himalaya

    was sollte der essen?Und Verwandte müsste er auch haben,ein Haus mit 3 Meter Türen.

  • Desert Eagle am 01.05.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Yetis treffen sich.

    "Du, ich habe Reinhold Messner getroffen." - "Ach, den gibt's wirklich?"

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  • Desert Eagle am 01.05.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Yetis treffen sich.

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  • Yeti-Jäger am 30.04.2019 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Yeti existiert

    Warum sollte es so ein Wesen nicht geben? Wir entdecken fast täglich neue Tierarten,selbst solche von welchen man glaubte sie wären ausgestorben.

    • Ehklar am 01.05.2019 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Yeti-Jäger

      Solche Riesenviehcher müsste man aber schon entdeckt haben. Das müssen ja ziemlich viele sein, sonst wären sie schon ausgestorben. Was fressen diese vielen großen Tiere? Ihren Kot dürften sie auch gut vergraben, und ihr Revier auch nicht markieren... Zur Aufrechterhaltung einer solchen Population braucht's eine gewisse Menge an Individuen.

    • Desert Eagle am 01.05.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Quastenflosser - seit

      Jahrmillionen für ausgestorben gehalten - lebend entdeckt. Seeschlangen - der Schrecken des Seemannsgarns - als Riemenfisch Realität.

    • Ehklar am 01.05.2019 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Desert Eagle

      Das stimmt natürlich, aber können solche und noch viele andere Arten in den Tiefen der Meere leben ohne von Menschen entdeckt zu werden. Auf der Oberfläche gelten für alle Spezies die gleichen Regeln, da könnten sich Riesentiere nicht verstecken. Genauso wie der BigFoot-Unsinn. Die könnten nicht überleben wenn sie den ganzen Wald leerfressen würden. Jede Spezies braucht auch Nahrungsmittelangebote

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  • josef am 30.04.2019 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kängaroos am Himalaya

    was sollte der essen?Und Verwandte müsste er auch haben,ein Haus mit 3 Meter Türen.