Prüfverfahren beendet

12. Februar 2019 16:52; Akt: 12.02.2019 16:52 Print

Rechtsverstoß festgestellt – Post muss Daten löschen

Die Datenschutzbehörde hat das Prüfverfahren gegen die Österreichische Post beendet. Es wurden Rechtsverletzungen festgestellt.

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Das Prüfverfahren durch die Datenschutzbehörde hat hervorgebracht, dass die Post tatsächlich im Rahmen des Gewerbes "Adressverlage und Direktmarketingunternehmen" mittels statistischer Verfahren sensible Daten von Kunden, unter anderem die Parteiaffinitäten, ermittelt und weiterverkauft hat.

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Außerdem wurde festgestellt, dass diese Daten ohne Einwilligung der betroffenen Personen nicht verarbeitet werden dürfen. In einer Aussendung teilt die Behörde am Dienstag mit, dass die Praxis mit sofortiger Wirkung zu unterlassen sei und alle Daten gelöscht werden müssen. Ausnahmen gibt es, wenn es um die Bearbeitung von Auskunftsersuchen geht oder tatsächlich eine Einwilligung zur Verarbeitung vorliegt.

Löschung angeordnet

Darüber hinaus stellte die Datenschutzbehörde fest, dass die Datenschutz-Folgenabschätzung für diese Datenverarbeitung und der Eintrag in das interne Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten mangelhaft sind. Es wurde angeordnet, die Datenschutz-Folgenabschätzung zu wiederholen und den Eintrag richtigzustellen.

Die Österreichische Post Aktiengesellschaft (Post) hatte schon nach Bekanntwerden Anfang Jänner versprochen, auf die Erhebung der Parteiaffinität der Kunden künftig verzichten zu wollen.

Lesen Sie zum Thema:

Post verkauft Daten über unsere Parteiaffinität

Datenschutzbehörde leitet Verfahren gegen Post ein

Post löscht Daten über unsere Parteiaffinität

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Maxin am 12.02.2019 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Täter

    bei Rechtsverstößen gehören die Verantwortlichen ordentlich bestraft. Wo bleibt der Staatsanwalt ? Die " Spione" gehören gefeuert.

    einklappen einklappen
  • Franz Josef am 13.02.2019 00:31 Report Diesen Beitrag melden

    Eine patzige Strafe wäre erforderlich!

    Mach das mal als Otto-Normalverbraucher oder KMU...

  • Vorname/Nachname am 12.02.2019 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Sendungsbenachrichtigung

    Wenn´s wirklich sensibel ist, dann lieber mit der Post (?)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Desert Eagle am 13.02.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die Post hat meine

    Parteiaffinität mit einer Hochrechnung geschätzt. Da muß ich ja froh sein, daß sie meine Adresse bei der Zustellung nicht auch einfach nur geschätzt haben.

  • Eberhard Ultra am 13.02.2019 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ausspionierte informieren !

    Die Ausspionierten sollten einzeln unterrichtet werden, welche konkreten Informationen in jedem Fall erhoben und weiterverkauft wurden und was mit den Daten von den Käufern und Subkäufern angerichtet wurde. Neben empfindlichen Strafen sollte auch ein großzügiger Schadenersatz geleistet werden.

  • PeterKarl am 13.02.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    BlahBlah

    Dafür genügt nicht BlahBlah, der Verantwortliche Chef gehört raus geschmissen. Verantwortung bedeutet, für die Folgen zu haften. Das scheint sich bei den Sozialisten eingebürgert zu haben, dass niemand für irgendetwas haftet, das er angerichtet hat.

  • Nichtwähler am 13.02.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine rechtlichen Konsequenzen

    In welche Richtung es mit dem "Sicherheitspaket" geht, weiß man ja Mittlerweile. Also warum sollte man fleißige Datensammler und Datenspione bestrafen? Noch dazu wenn die Daten anstandslos, für unser Steuergeld, der Politik zur verfügen gestellt werden.

  • Otti am 13.02.2019 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Und hoffentlich

    Auch die unzähligen Backup Medien nicht vergessen... Viel Spaß dabei..