"Fantastisch!" Kühbauer lacht über Pannen-Schiri

Didi Kühbauer ist nach der 3:4-Niederlage gegen Hartberg außer sich. Er fühlt sich vom Schiedsrichter benachteiligt, der fragwürdige Pfiffe getätigt hatte.

"Sehr skurril. Da war alles dabei, was man sich als Trainer nicht wünscht", analysierte Markus Schopp das kuriose Bundesliga-Match der 28. Runde. Er ist wohlgemerkt der Trainer der siegreichen Mannschaft Hartberg. Das spricht Bände.

Sein Team besiegte Rapid auswärts mit 4:3. Das Spiel war geprägt von schrägen Toren und falschen oder zumindest fragwürdigen Entscheidungen von Referee Christoph Jäger.

Dementsprechend tat sich Schopps Pendant Didi Kühbauer schwerer, nach dem Abpfiff die Ruhe zu bewahren. Er fühlte sich benachteiligt: "Die Partie wird mir länger in Erinnerung bleiben. Skurril ist ein milder Ausdruck."

"Eine Person war in 90 Minuten der Hauptdarsteller, so, dass außer Hartberg niemand zufrieden sein kann", beschwerte sich der Rapid-Coach über den Schiedsrichter.

Zwei Szenen störten ihn besonders: "Die Elfmeter sind unglaublich. Der Erste ist gefährliches Spiel. Der Zweite war fantastisch. Was soll ich da noch sagen (lacht)", übte sich der Trainer in Sarkasmus.

Kühbauer sprach zwei Schlüsselszenen an, die Jäger beide falsch bewertete. Dem zwischenzeitlichen 2:0 Hartbergs ging ein Elfmeterpfiff voraus, der umstritten war. Goalie Richard Strebinger brachte Rajko Rep zu Fall. Das Foul fand aber knapp vor der Strafraumgrenze statt. Zudem ging Rep mit dem nach oben ausgestreckten Bein in den Zweikampf – Jäger hätte auch auf Stürmerfoul entscheiden können. Stattdessen durfte Dario Tadic aus elf Metern einschießen.

Das 3:2 brachte Hartberg auf die Siegerstraße. Wieder trafen die Gäste vom Punkt, dieses Mal in Person von David Cancola. Den Strafstoß hätte es nie geben dürfen. Schiri Jäger hatte ein Foul von Marvin Potzmann erkannt. Dem war Torschütze Cancola von hinten in die Beine gelaufen. Der theatralische Fall hatte Jäger erfolgreich getäuscht.



Kühbauer: "Der Mannschaft heute irgendwas vorzuwerfen, wäre schlimm. Jeder weiß, wie das heute ohne diese Szenen ausgegangen wäre."

Weitere Fehlpfiffe



Die angesprochenen Elfmeter waren übrigens nicht die einzigen strittigen Punkte. Thomas Murg wurde in Minute 70 kurz nach seiner Einwechslung ausgeschlossen. Er sah Gelb nach einer harten Grätsche von hinten. Weil er dem Schiedsrichter mit dem Daumen nach oben wohl nicht ganz ernst gemeinte Zustimmung signalisierte, Jäger das als Kritik an seiner Person auffasste, flog Murg mit Gelb-Rot vom Platz.

In der nächsten Aktion wurde Boli Bolingoli vom späteren Siegestorschützen Zakaria Sanogo derart hart attackiert, dass der Belgier wenig später verletzt vom Platz musste – Verdacht auf eine Fraktur im Fuß! Sanogo sah nur Gelb.

In der vierten Minute der Nachspielzeit sprang Hartberg-Verteidiger Michael Huber der Ball an die Hand. Jäger hätte durchaus auf Elfmeter entscheiden können. Der Pfiff blieb aus. In Summe ist der Ärger der Hütteldorfer nachvollziehbar.

Aber: Auch der zwischenzeitliche Ausgleich von 2:2 durch Rapid war regelwidrig. Dem Eigentor von Huber nach Schuss von Mert Müldür war ein klares Foulspiel der Hausherren vorausgegangen.

Schiedsrichter Jäger hatte also nicht seinen besten Tag erwischt, das "skurrile" Torfestival im Allianz Stadion damit ermöglicht.

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