"Hirscher war Rest vom Team wurscht", sagte ORF-Star Armin Assinger bei "Sport und Talk aus dem Hangar-7" vor knapp zwei Wochen auf ServusTV. Seine Aussage über Ski-Star Marcel Hirscher kam nicht überall gut an.
Kritisiert man in Österreich den Dominator des letzten Jahrzehnts, muss man mit Gegenwind rechnen. Das bekam auch der Millionenshow-Quizmaster zu spüren. Darum erklärte er nun im Interview mit der "Kleinen Zeitung", wie seine Aussagen eigentlich gemeint waren.
Zur Erinnerung die betreffenden Aussagen aus dem Hangar-7: "Marcel wollte nicht, dass das Team mit ihm trainiert", meinte Assinger. "Ihm war der Rest wurscht. So ist der Einzelsport. Das ist auch sein gutes Recht, wenn man den Weltcup so dominiert."
Manche hätten ihm das so ausgelegt, dass Assinger Hirscher die Mitschuld an der aktuellen ÖSV-Krise gegeben hätte, heißt es im Bericht. Assinger: "Das ist ein Blödsinn! Ja, ich habe gesagt, dass ihm das Team egal ist. Aber das ist normal, das war es mir auch, meinen Teamkollegen auch."
Der vierfache Weltcupsieger führte weiter aus: "Skifahren ist Einzelsport – die Mannschaft ist eine Zweckgemeinschaft, um Erfolg zu haben und Antrieb, besser zu werden. In Wahrheit willst du einfach schneller sein, besonders als der Teamkollege. Der einzige Gegner, der ist die Uhr."
Kritik übte Assinger dann doch, aber nicht am Hirscher, am Verband: "Dem ÖSV war schon bewusst, dass, wenn Hirscher aufhört, eine große Lücke da sein wird. Aber vielleicht hofften alle, es gibt noch ein Jahr mehr, um die Jungen heranzuführen. Dann kamen die Verletzungen dazu. Der Hut brennt, ja – aber im Slalom werden wir bald wieder dabei sein, ein Pertl ein Gstrein, die geben den Arrivierten schon Gas."