Seit dem Rücktritt von Gigant Marcel Hirscher stecken Österreichs Slalom-Herren in einer Ergebnis-Krise. Das soll sich ausgerechnet in Kitzbühel ändern.
Zehn Technik-Rennen, ein dritter Platz durch Marco Schwarz. So sieht die magere ÖSV-Ausbeute im heurigen Ski-Winter aus. Dennoch lebt die Hoffnung, dass am Sonntag ausgerechnet in Kitzbühel die Trendwende gelingt. Nicht nur, weil Matthias Mayer mit seinem Abfahrts-Sieg viel Druck von seinen Kollegen nahm.
Sparten-Trainer Marko Pfeifer klärt gegenüber "Heute" auf. "Unsere Mission hieß von Anfang an Kitzbühel. Das haben wir bereits im Sommer beschlossen. Wir haben es so angelegt, dass wir Kitz und Schladming als Weltmeisterschaft betrachten", erklärt der Coach. "In den letzten Jahren war es unsere Stärke, dass wir bei den Big Events, auf die wir uns in Ruhe vorbereiten konnten, richtig gut waren.
Entsprechend akribisch haben sich Michael Matt und Co. auf das Saison-Highlight vorbereitet. "Wir wollen bei den Österreich-Rennen aufs Stockerl. Im Sommer haben wir extra eine Begehung des Ganslernhangs und einen Kondi-Kurs in Kitzbühel gemacht. Das war bewusst so gewählt. Am Sonntag schließt sich der Kreis", erklärt Pfeifer.
Noch nicht nach Wunsch verläuft die Saison von Manuel Feller, der von Rückenproblemen geplagt weiter auf ein Top-Ten-Ergebnis wartet. "Der Top-Favorit bin ich also sicher nicht, ich bin auch kein Anwärter auf das Podium", meint der Tiroler.
Das "Positive" am Misserfolg: Die Termine wurden weniger. "Das ist die entspannteste Kitzbühel-Woche aller Zeiten für mich. Ich kann mich voll aufs Fahren konzentrieren, von dem her gehe ich mit viel Spaß ins Wochenende."