"Zoom"-Gründer scheffelt mit Corona Milliarden

Die Superreichen haben wegen des Börsen-Crashs riesige Geldsummen verloren. Es gibt aber auch Unternehmer, die von der Krise profitieren.
Die Corona-Krise belastet auch das Vermögen der Superreichen. Schuld ist der Aktien-Crash im Februar und März. Insgesamt haben die 100 reichsten Menschen der Welt in dieser Zeit 408 Milliarden Dollar verloren, wie der chinesische "Hurun Report" zeigt.

Relativ glimpflich kam Jeff Bezos davon. Bis Ende März schrumpfte das Vermögen des Amazon-Chefs um 9 Milliarden auf 131 Milliarden Dollar. Damit bleibt er weiterhin der reichste Mann auf dem Globus. Auch der Geldberg von Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie jener der Google-Gründer Servey Brin und Larry Page sackte mit jeweils rund 13 Milliarden Dollar deutlich zusammen.

LVMH-Chef verliert 30 Milliarden Dollar

Größter Verlierer laut Hurun ist der Franzose Bernard Arnault. Der Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH verlor beim Börsen-Crash zwischenzeitlich 30 Milliarden Dollar. Sein Vermögen schrumpfte auf 77 Milliarden Dollar. Die Luxus-Branche leidet in der Corona-Zeit besonders stark, weil rund um den Globus die Läden geschlossen haben und die Lust auf Konsum wegen des Virus verflogen ist.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Corona-Krise hat gewisse Unternehmer allerdings auch noch reicher gemacht. Profitiert haben etwa jene, die Technologien für die Kommunikation im Homeoffice anbieten. Der größte Gewinner unter den Superreichen in der Hurun-Liste ist daher Eric Yuan Zhen, Gründer und Chef von Zoom. Seine Video-Konferenz-Plattform boomt derzeit – trotz massivster Sicherheitslücken (siehe Video oben). Das Vermögen von Zhen ist um 77 Prozent und damit um 3,5 Milliarden auf 8 Milliarden Dollar gewachsen.

Erholung nicht berücksichtigt

Der "Hurun Report" ist vergleichbar mit dem US-Wirtschaftsmagazin "Forbes". Beide berichten regelmäßig über die Vermögen der Reichen. Die aktuelle Liste der Chinesen berücksichtigt die Entwicklung der Vermögen auf der Basis der Aktienkurse im Februar und März, als die globalen Börsen wegen der Corona-Krise zusammengebrochen sind.

Unterdessen haben sich die Märkte aber teils wieder kräftig erholt. Weil aber die Liste nur den Zeitraum bis Ende März berücksichtigt, ist diese Erholung in den Berechnungen nicht enthalten. Als Grundlage für die Berechnung diente die Entwicklung der Aktien in den zwei vergangenen Monaten.



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