1:0! "Joker" Burgstaller hält Österreich im Rennen

Der Pflichtsieg ist geschafft! Österreich feiert gegen Slowenien einen hart umkämpften 1:0-Erfolg. Auf das erlösende Tor mussten die Fans lange warten.
Österreich bleibt im Rennen um ein EM-Ticket. Die ÖFB-Elf kämpfte im Klagenfurter Wörthersee-Stadion Slowenien mit 1:0 nieder und schrieb am dritten Spieltag erstmals in Gruppe G an. Das Goldtor erzielte vor 19.200 Fans "Joker" Guido Burgstaller wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung (74.).

Nach dem Pflichtsieg liegt die ÖFB-Truppe auf Rang vier. Sechs Punkte fehlen auf Leader Polen, vier auf Israel. Montag-Gegner Nordmazedonien ist Dritter.

Foda schickte eine ungewohnte Startelf auf den Rasen. Auch, weil Kapitän Baumgartlinger wegen einer Entzündung im Sprunggelenk passen musste. Vor der Vierer-Abwehr Lainer, Hinteregger, Dragovic und Ulmer mimte Debütant Laimer den Solo-Sechser. Im Mittelfeld begann Lazaro am rechten Flügel, Schlager und Sabitzer werkten im Zentrum, Alaba lief links auf. Vorne sollte Arnautovic als Speerspitze wirbeln.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Plan schien zunächst aufzugehen. Nach zwölf Minuten spielte Kapitän Alaba Arnautovic frei. Seine Direktabnahme strich über das Tor. Kurz darauf prüfte Sabitzer Weltklasse-Goalie Oblak – kein Problem für den 80-Millionen-Euro-Mann.

Oblak lenkt Ball an Pfosten

Österreich blieb am Drücker – und kam dem 1:0 ganz nahe. Nach einer Alaba-Flanke kam Sabitzer völlig frei zum Kopfball. Oblak tauchte blitzschnell ab und lenkte die Kugel an den Pfosten (24.).

In Minute 33 hatte Schlager die Führung am Fuß, doch auch der Salzburg-Kicker fand mit einem mutlosen Schuss seinen Meister im Gäste-Keeper.

Und Slowenien? Blieb im Konter gefährlich. Bis auf einige Halbchancen war die Nummer 63 der FIFA-Rangliste aber weitgehend abgemeldet.

Alaba und Lazaro tauschen Seite

Österreich hatte die Partie im Griff – bloß das erlösende Tor fehlte vor 19.200 Zuschauern, die nach einem Stimmungs-Boykott erst nach dem Wechsel das rot-weiß-rote Team anfeuerten.

Am Spiel änderte das wenig. Lindner musste bei einem Sporar-Kopfball eingreifen (50.), Lazaro, der mit Alaba die Seiten wechselte, vergab für Österreich (59., 64.).

"Joker" Burgstaller sticht

Nach 70 Minuten reagierte Foda, brachte Burgstaller für Sabitzer. Er bewies damit ein goldenes Händchen. Oblak konnte einen Arnautovic-Versuch nur kurz abwehren, Lokalmatador Burgstaller stand richtig, staubte zum völlig verdienten 1:0 ab (74.). Für den Schalke-Striker war es das zweite Tor im Team-Trikot.

In der 77. Minute hatte Österreich Pech, als der Schiedsrichter ein elferwürdiges Handspiel außerhalb des Strafraums sah – und den Elfer verweigerte.

Zehn Minuten vor dem Ende brachte Foda Ilsanker statt Laimer. Sein Auftrag: Ergebnis verwalten. Weil die Schlussoffensive der Slowenen erfolglos blieb, blieb es beim 1:0-Sieg der Österreicher.

(Heute Sport)

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