Die Freude auf das Osterfest mit dem neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl ist bei den Gläubigen in Wien groß. Im letzten Jahr stand Grünwidl bereits als Administrator den Gottesdiensten in der Karwoche und zu Ostern im Stephansdom vor. Heuer wird er dies erstmals als Erzbischof tun.
"Das sind wunderschöne große Feiern und Liturgien und es ist einfach eine Freude, im vollen Stephansdom mit so vielen Menschen, die österlich gestimmt sind, das Hauptfest der Kirche feiern zu dürfen", so Grünwidl im Kathpress-Gespräch. Natürlich feiere er Ostern aber auch privat: "Am Ostermontag ist dann Zeit für meine Familie. Wir werden uns am Nachmittag treffen und Ostern gemeinsam feiern", so der Erzbischof.
Gottesdienste zu Ostern im Wiener Stephansdom
Gründonnerstag (2.4), 19 Uhr: Gründonnerstags-Liturgie mit Erzbischof Josef Grünwidl, es singt der Wiener Domchor; Live-Übertragund auf Radio Stephansdom.
Karfreitag (3.4.), 18 Uhr: Karfreitags-Liturgie mit Erzbischof Josef Grünwidl; Johannes-Passion von Schütz, es musiziert das Vokalensemble St. Stephan.
Osternacht (4.4.), 21 Uhr: Osternacht mit Erzbischof Josef Grünwidl. Festliche Musik zur Osternacht u.a. mit Werken von Charles Wesley und Max Eham.
Ostersonntag (5.4.), 10:15 Uhr: Pontifikalamt am Ostersonntag mit Erzbischof Josef Grünwidl. Nelson-Messe von Joseph Haydn mit Wiener Domchor und Domorchester.
Ostermontag (6.4.), 10:15 Uhr: Hochamt am Ostermontag mit Dompropst Ernst Pucher. Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart – mit dem Vokalensemble St. Stephan.
"Zu Ostern feiern wir den Gott des Lebens, der schon bei der Schöpfung von Anfang an gesagt hat: Ich will das Leben und ich sehe, dass es gut ist. Und wir feiern, dass Gott stärker ist als der Tod, dass er uns auch im Tod nicht fallen lässt", so der Erzbischof.
Er wünsche sich und allen, so Grünwidl, "dass wir uns nicht von negativen Erfahrungen, von Problemen und Sorgen hinunterziehen lassen, handlungsunfähig werden und nur mehr in unseren Ängsten und Sorgen gefangen sind". Stattdessen "soll uns die Osterhoffnung, der Blick auf Gott, der stärker ist als der Tod, Mut machen zum Handeln und zu einem Einsatz, Leben zu ermöglichen und Leben zu schützen".
Zugleich räumte Grünwidl gegenüber Kathpress ein, dass er angesichts der sich immer schneller drehenden Spirale der Gewalt im Nahen Osten ratlos sei. "Es ist wirklich erschreckend und bedrückend, dass gerade diese Region der Welt nicht zur Ruhe kommt und dort ständig Krieg, Gewalt und Hass herrschen." Er könne nur hoffen, beten und vertrauen, "dass Gott die Möglichkeit hat, auch den Mächtigen und den Zerstrittenen und den Menschen, die einander mit Hass begegnen, ihr Herz zu verändern und ihnen Gedanken des Friedens einzugeben".