"Jubilate deo!", jubeln Gläubige heute in Wien. Nach neunmonatigem Interregnum ist nun endlich fix: Wien bekommt einen neuen Erzbischof, Papst Leo XIV. hat sich laut "Heute"-Infos für Josef Grünwidl (62) entschieden. Es dürfte keine Einwände gegen den Wunsch-Nachfolger des Papstes für Christoph Schönborn (80) geben.
Heute Mittag soll dazu die beglaubigte Meldung aus dem Vatikan kommen – die endgültige Bestätigung für Gründwidl. "Wir rechnen gegen 12 Uhr damit", so Dompfarrer Toni Faber zu "Heute". "Alles spricht dafür, dass sie heute kommt."
Im Stephansdom in der Wiener City soll die Pummerin heute gleich zwei Mal läuten. Einmal erklang die größte Glocke Österreichs bereits probeweise am Vormittag, später soll die Pummerin dann noch einmal für den neuen Erzbischof läuten. Eine eigene Messe für Grünwidl wird es am Donnerstag nicht geben, informiert der Dompfarrer. "Es gibt aber wie jeden Tag sieben Messen."
So geht es dann weiter: Nach der offiziellen Bestätigung Grünwidls durch den Vatikan wird gemeinsam mit der Bischofskonferenz ein Termin zur Weihe des neuen Erzbischofs gesucht. "Die Bischofsweihe findet innerhalb von drei Monaten statt", erklärt Faber. Kardinal Schönborn werde seinen Nachfolger unterstützen, ihm seine ganze Erfahrung mitgeben.
Josef Grünwidl leitet die Erzdiözese Wien schon seit 22. Jänner 2025 als "Apostolischer Administrator". Seit dem Jahr 2023 ist er Bischofsvikar. Der Niederösterreicher wurde am 31. Jänner 1963 in Hollabrunn geboren.
Er studierte Theologie sowie Orgel im Konzertfach. 1987 empfing er die Weihe zum Diakon, ein Jahr später zum Priester. Danach war Grünwidl als Pfarrer in den niederösterreichischen Gemeinden Kirchberg am Wechsel, Feistritz, St. Corona, Trattenbach und Perchtoldsdorf tätig. Von 2016 bis 2023 fungierte er als Dechant in Perchtoldsdorf und leitete den Wiener Priesterrat.