Dönerwetter!

Öffi-Essverbot – Securitys mussten 1.200 Mal eingreifen

Seit 2019 gilt das Essverbot in Wiens U-Bahnen. Sicherheitskräfte mussten im vergangenen Jahr 1.200 Mal einschreiten.
Hannah  Maier
02.04.2026, 05:30
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Rund 1.200 Mal im vergangenen Jahr mussten Sicherheits- und Servicedienstmitarbeiter der Wiener Linien einschreiten, weil hungrige Fahrgäste ihr Essen in den U-Bahnen nicht einpackten – das ergab nun eine Anfrage von "Heute".

50 Euro Strafe möglich

Das überraschende Ergebnis dabei: Keine Strafen wurden verhängt. Die meisten Fahrgäste reagierten freundlich, packten ihr Sandwich oder ihre Pommes wieder ein und setzten ihre Fahrt ohne Ärger fort, teilen die Wiener Linien auf "Heute"-Nachfrage mit. Zahlen aus den Vorjahren liegen bisher nicht vor.

Kampagne gegen Rücksichtslosigkeit

Die Wiener Linien gehen aber nicht nur gegen Essens-Sünder vor: Telefonieren über Lautsprecher, Musik ohne Kopfhörer oder andere störende Verhaltensweisen werden seit Kurzem ebenfalls kontrolliert. Plakate in Stationen, Durchsagen und Social-Media-Posts sollen Fahrgäste zu mehr Rücksichtnahme auffordern.

"Niemand interessiert lautstarke Debatten über Beziehungsprobleme anderer Mitfahrender – genauso wenig wie Einkaufsliste oder Abendmenü", sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Auch die Musikgeschmäcker seien sehr individuell, doch die Beschallung des ganzen Waggons brauche wirklich niemand.

Sensibilisierung statt Strafen

Laut Beförderungsbedingungen drohen gegen Verstöße – wie Essen, lautes Telefonieren oder Musik ohne Kopfhörer – Strafen von 50 Euro. Trotzdem setzen die Wiener Linien vorwiegend auf Information und Sensibilisierung.

Weitere verbotene Verhaltensweisen in den Öffis umfassen unter anderem: Rauchen, Alkohol trinken, gefährliche Handlungen, das Mitführen von Hunden ohne Leine oder Maulkorb, Fahrradfahren oder das Anbieten von Waren. Bei verursachten Schäden können die tatsächlichen Kosten verrechnet werden – nicht nur 50 Euro.

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