Das Öl ist flüssig, das Wattestäbchen winzig - kann das im Klo wirklich so schlimm sein? Ja! Denn was dort landet, verschwindet zwar aus unserem Blickfeld, aber nicht einfach aus der Welt. Falsch entsorgte Abfälle können Rohre und Kanalisation belasten und die Abwasserreinigung erschweren.
Damit Schluss mit der Unsicherheit ist, zeigen wir dir zehn Dinge, die niemals in der Toilette landen sollten. Bei manchen wirst du vielleicht überrascht sein.
1. Öl und Fett
Kleine Mengen Speiseöl und Fett kannst du mit Küchenpapier aufsaugen und im Restmüll entsorgen. Größere Mengen sammelst du am besten in einem geeigneten Behälter und bringst sie zu einer dafür vorgesehenen Sammelstelle.
2. Essensreste und Lebensmittel
Pflanzliche und ungekochte Lebensmittel können - abhängig von den regionalen Vorgaben - über die Biotonne entsorgt werden. Fleisch und gekochte Speisen gehören etwa in Wien in den Restmüll.
3. Kosmetik- und Hygieneartikel
Tampons, Binden, Windeln, Slipeinlagen oder Wattepads lösen sich im Wasser nicht einfach auf und können Rohre und Kanalisation belasten. Deshalb gehören sie in den Restmüll.
4. Haare und Nägel
Haare und abgeschnittene Nägel können sich in Rohren verfangen und gemeinsam mit Seifen- oder Fettresten hartnäckige Verstopfungen verursachen. Beides gehört in den Restmüll.
5. Feucht- und Reinigungstücher
Sie sehen Toilettenpapier zum Verwechseln ähnlich, verhalten sich im Wasser aber anders: Feucht- und Reinigungstücher lösen sich nicht so leicht auf. Auch benutzte Taschentücher und Küchenpapier gehören deshalb in den Restmüll.
6. Zigarettenstummel
Zigarettenstummel lässt du daheim vollständig auskühlen und entsorgst sie anschließend im Restmüll. Unterwegs nutzt du dafür vorgesehene Aschenbecher oder Aschenrohre.
7. Katzenstreu und Vogelsand
Auch wenn es praktisch erscheinen mag: Katzenstreu und Vogelsand gehören nicht in die Toilette, sondern in Österreich im Regelfall in den Restmüll.
8. Medikamente
In Österreich kannst du Arzneimittel unter anderem kostenlos in Apotheken sowie bei entsprechenden Problemstoffsammelstellen abgeben.
9. Farben, Lacke und Lösungsmittel
Hier gilt ganz klar: Finger weg vom Abfluss! Farben, Lacke und Lösungsmittel können problematische Stoffe enthalten und gehören zur entsprechenden Problemstoff- oder Schadstoffsammlung.
10. Chemische Reinigungsmittel und Gifte
Alte oder volle Behälter bringst du zu einer örtlichen Problemstoffsammelstelle beziehungsweise einem Altstoffsammelzentrum.
Der Hauptzweck einer Toilette ist die Aufnahme und Entsorgung menschlicher Ausscheidungen. Neben Urin, Kot und Erbrochenem gehört nur noch herkömmliches Toilettenpapier ins WC und sonst nichts.
Doch selbst wenn wir uns alle daran halten, müssen Kläranlagen täglich mit unterschiedlichsten Belastungen umgehen. Und dabei spielt ein Stoff eine entscheidende Rolle, den wohl die wenigsten mit Abwasser verbinden würden: Sauerstoff.
Was passiert eigentlich mit unserem Abwasser, nachdem es im Abfluss verschwunden ist?
In Kläranlagen leisten Milliarden von Mikroorganismen einen wichtigen Teil der Arbeit. Sie bauen organische Bestandteile im Abwasser ab und tragen so zur biologischen Reinigung bei. Dafür brauchen die kleinen Helfer vor allem eines: Sauerstoff.
Steigt die Belastung einer Kläranlage, erhöht sich auch der Sauerstoffbedarf der Mikroorganismen. Wird dieser nicht ausreichend gedeckt, kann die biologische Reinigung beeinträchtigt werden. Unter anderem können sich die Absetzeigenschaften des Schlamms verschlechtern oder unangenehme Gerüche entstehen.
Zusätzlicher Sauerstoff kann Kläranlagen in solchen Situationen unterstützen.
Genau hier setzt das BIOX®-Verfahren von Messer Austria an. Dabei wird der biologischen Reinigungsstufe einer Kläranlage gezielt reiner Sauerstoff (O₂) zugeführt.
Der Vorteil: Mit reinem O₂ lässt sich der benötigte Sauerstoff effizient in das Abwasser einbringen. Das kann beispielsweise bei hohen Belastungsspitzen oder hohen Abwassertemperaturen helfen und die Kapazität bestehender Anlagen erhöhen.
Dafür sind nicht zwingend aufwendige bauliche Erweiterungen notwendig. In der Regel kommen an Sauerstofftanks angeschlossene Belüftungssysteme zum Einsatz, die den Sauerstoff gezielt ins Abwasser einbringen.
BIOX® kann dabei ergänzend zu bestehenden Belüftungssystemen eingesetzt werden und Kläranlagen dabei unterstützen, auch mit erhöhtem Sauerstoffbedarf umzugehen.
Warum Hitze auch Kläranlagen fordert
Nicht nur das, was wir im Abfluss entsorgen, stellt Kläranlagen vor Herausforderungen. Auch der Klimawandel spielt zunehmend eine Rolle.
Lange Hitzeperioden können die Bedingungen bei der Abwasserreinigung verändern. Denn je wärmer das Abwasser ist, desto weniger Sauerstoff kann sich darin lösen. Gleichzeitig können Starkregen und veränderte Abwasserbelastungen die Anlagen zusätzlich fordern.
Verfahren wie BIOX® können dabei helfen, Kapazitätsengpässe durch höhere Temperaturen und veränderte Abwasserlasten auszugleichen.
Und für uns zu Hause gilt weiterhin die einfachste Maßnahme: Nur das ins WC werfen, was dort auch wirklich hingehört.
Weitere Informationen zum BIOX®-Verfahren von Messer Austria findest du HIER.