Erst in der Nacht auf Freitag verloren fünf junge Fahrzeuglenker am Wiener Gürtel wegen verschiedenster Vergehen ihren Führerschein – "Heute" berichtete. Auf Sonntag ging für die Wiener Polizei die Jagd nach Rasern munter weiter.
Dabei gingen den Beamten unter anderem ein 17-jähriger Rowdy mit 12 (!) verschiedenen Vergehen ins Netz. Ein Straßenrennen zwischen zwei Autos brachte nur Verlierer, die Lenker verloren nämlich ihre Probeführerscheine. Die Bilanz.
Am Neubau- und Mariahilfer Gürtel machte sich die Polizei zwischen 3.15 Uhr und 4.30 Uhr für die Raser bereit und mussten nicht lange warten: Nach wenigen Augenblicken fiel ein 17-jähriger österreichischer Staatsbürger durch abrupte Spurwechsel auf.
Eine Lasermessung im Bereich des Mariahilfer Grütels ergab eine Geschwindigkeit von 110 km/h statt der erlaubten 50 km/h. Bei der Nachfahrt stellten die Beamten zudem weitere Verwaltungsübertretungen fest, wie beispielsweise das Missachten einer Rotlicht zeigenden Ampel im Bereich des Gaudenzdorfer Gürtels. Dem 17-Jährigen wurde der Probeführerschein abgenommen, ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und er wurde wegen insgesamt zwölf Delikten angezeigt.
Um 03.45 Uhr lieferten sich ein 21-jähriger Afghane sowie ein 19-jähriger mit ungeklärter Staatsangehörigkeit ein Gürtel-Rennen. Beide kratzten an der 100-km/h-Marke – verloren beide ihren Schein.
Gegen 04.15 Uhr wurde ein 23-jähriger österreichischer Staatsbürger mit 92 km/h statt der erlaubten 50 km/h gemessen. Der Mann hatte keine gültige Lenkberechtigung. Keine 15 Minuten später kam es erneut zu einem Straßenrennen zwischen zwei Autos. Ein 19-jähriger Österreicher wurde mit 100 km/h geblitzt, der 20-jährige Afghane im zweiten Wagen war sogar mit 103 km/h unterwegs. Beide mussten ihren Probeführerschein abgeben.