Nach zwölf Jahren auf der Flucht ist für einen mutmaßlichen Bankräuber in Italien Endstation. Der 50-Jährige wurde in Rimini festgenommen, wie die "Krone" berichtet. Er soll 2014 gemeinsam mit einem Komplizen eine Bank in Salzburg überfallen und dabei 310.000 Euro erbeutet haben.
Am 22. Mai 2014 betraten zwei bewaffnete Männer die Spänglerbank in Salzburg. Mit einer Pistole sollen sie die Angestellten eingeschüchtert und zu Boden gezwungen haben. "Lay down, lay down!", soll einer der Täter gerufen haben.
Nachdem sie 310.000 Euro an sich genommen hatten, verließen die Räuber die Bank. Ihre Flucht führte sie über die Dreifaltigkeitsgasse, wo ein schwarzes Motorrad zum Einsatz kam. Schon damals gingen die Ermittler von einem sorgfältig vorbereiteten Überfall aus.
Jahre später brachte ein Hinweis die Ermittler auf die Spur eines Verdächtigen in der italienischen Provinz Rimini. Die Kriminalpolizei konnte den 50-Jährigen aus Foggia schließlich an einer Adresse ausfindig machen, an der er sich vermutlich bereits längere Zeit aufgehalten hatte.
Der Mann wurde aufgrund eines Europäischen Haftbefehls wegen schweren Raubes festgenommen. Derzeit befindet er sich im Gefängnis von Ferrara. Von dort soll er an die österreichischen Behörden übergeben werden.