Späte Gerechtigkeit: Zwölf Jahre lang war ein Mann auf der Flucht, jetzt ist Schluss! Ein 50-jähriger Italiener, der im Mai 2014 an einem brutalen Banküberfall in der Stadt Salzburg beteiligt gewesen sein soll, wurde jetzt in Rimini festgenommen. Gegen den Mann lag ein Europäischer Haftbefehl wegen schweren Raubes vor.
Der Verdächtige aus der süditalienischen Stadt Foggia soll damals gemeinsam mit mehreren Komplizen eine Bank in der Salzburger Landeshauptstadt überfallen haben. Die Täter sollen die Angestellten mit einer Pistole bedroht und gezwungen haben, sich auf den Boden zu legen. Anschließend machten sich die Räuber mit einer gewaltigen Beute aus dem Staub: Rund 310.000 Euro sollen sie bei dem Überfall erbeutet haben.
Nach jahrelanger Fahndung gelang den italienischen Ermittlern nun der entscheidende Durchbruch. Kriminalisten in Rimini erhielten durch die internationale Polizeizusammenarbeit Hinweise auf den möglichen Aufenthaltsort des Gesuchten.
Gezielte Ermittlungen führten die Polizisten schließlich zu einer Adresse in der italienischen Provinz Rimini, an der sich der 50-Jährige vermutlich vorübergehend aufhielt. Dort konnten sie ihn festnehmen.
Nach seiner Festnahme wurde der Italiener in das Gefängnis von Ferrara gebracht. Dort sitzt er nun in Haft und wartet auf seine Übergabe an die österreichischen Behörden. Für den 50-Jährigen könnte der zwölf Jahre zurückliegende Banküberfall damit bald ein juristisches Nachspiel in Österreich haben. Ob und wann er sich vor einem österreichischen Gericht verantworten muss, ist noch offen.