12.317 Corona-Neuinfektionen in nur 24 Stunden

Die Zahlen der Corona-Patienten in den Spitälern steigen wieder drastisch an.
Die Zahlen der Corona-Patienten in den Spitälern steigen wieder drastisch an.REUTERS
Der Corona-Anstieg in Österreich beschleunigt sich zunehmends: Nach zwei Virus-Schüben gibt es am Donnerstag 12.317 neue Corona-Fälle im Land.

Die aktuellen Zahlen erschrecken selbst Experten: Nachdem bereits am Dienstag österreichweit 10.449 Corona-Neuinfektionen und zehn Virus-Todesfälle in nur 24 Stunden gemeldet wurden, brachte der Mittwoch sogar 14.389 Corona-Neuinfektionen und elf Todesfälleinnerhalb eines Tages. Auch die Zahlen der Corona-Kranken nimmt stündlich zu, pro Tag kamen rund 100 neue Virus-Patienten in die Spitäler.

Am Donnerstag melden die Gesundheitsbehörden des Landes nach "Heute"-Informationen 12.317 neue Corona-Fälle und vier Virus-Todesfälle innerhalb der jüngsten 24 Stunden. Zum Vergleich: Vor einer Woche, am 22. September, waren es noch 7.821 Neuinfektionen.

Drama um toten 20-Jährigen nach Impfung

Indes gibt es ein Drama um einen toten Österreicher. Am 17. November 2021 erhielt ein Kärntner die dritte Impfung gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer. Am nächsten Tag war der 20-Jährige, der an einer Vorerkrankung litt, tot. Der Notarzt schlug Alarm, woraufhin eine Obduktion angeordnet wurde und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm. Mehrere Gutachten wurden infolge beauftragt, um herauszufinden, ob die Impfärztin eine (Mit)schuld am Tod des Mannes trifft. Vermutet wird eine "überschießende Immunreaktion", doch die Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein.

Zurück zur neuen Corona-Welle, die sich noch verschlimmern werde, weil "der Jahreszeiten-Effekt" im Oktober "zusätzlich durch die BA.5-Zusatzmutation angefeuert werden wird", sagt Molekularbiologe Ulrich Elling im "Heute"-Gespräch. Bisher seien die Mutationen in den verschiedenen Varianten immer wieder in den gleichen Positionen aufgetaucht. Doch das sei inzwischen anders: "Jetzt entstehen in ganz, ganz vielen Varianten an eben diesen Positionen - wie der berühmten 346 - Mutationen." Solche Zusatzmutationen würden bereits 10 bis 20 Prozent des Infektionsgeschehens im Land ausmachen.

Corona-Zahlen werden noch weiter steigen

Für die kommenden zwei Wochen werde sich der Trend steigender Corona-Zahlen weiter zuspitzen, sagen auch andere Experten. Das COVID-Prognose-Konsortium hat am Dienstag neue Zahlen errechnet, die "Heute" vorliegen. Demnach geht man von einem Mittelwert beim Belag von 1.535 Betten aus. Jeden Tag werden also der Voraussicht nach über 20 Menschen mit Corona im Krankenhaus landen. Eine zusätzliche Beschleunigung ergab sich durch den bisher zu kühlen September sowie höheren Kontakthäufigkeiten in Schule und Arbeitsplatz seit dem Ende der Urlaubszeit.

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