Ex-PVA-Chefs warnen

135 Jobs wackeln! Reha-Zentrum soll schließen

Pensionierte PVA-Führungskräfte kritisieren die geplante Schließung der Reha Aflenz und warnen vor Folgen für Patienten, Mitarbeiter und Region.
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08.04.2026, 09:05
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Die geplante Schließung der Reha-Einrichtung Aflenz sorgt für heftigen Widerstand. Am Wochenende gab es eine Demo in der berühmten steirischen Gemeinde, eine Petition hat mehr als 10.000 Unterschriften. In einem offenen Brief wenden sich mehrere pensionierte Führungskräfte der PVA direkt an den Verwaltungsrat und die Generaldirektion, sie finden deutliche Worte.

Die Ex-Manager zeigen sich "zutiefst irritiert und besorgt" über die Pläne, den Standort aufzulassen und stattdessen einen 100-Betten-Zubau in St. Radegund zu errichten. Der Bedarf an Reha-Plätzen für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Adipositas bleibt hoch, sagen sie. Dass ausgerechnet ein etablierter Standort geopfert werden soll, sei nicht nachvollziehbar.

Im Zentrum der Kritik steht die Qualität der Betreuung in Aflenz. Laut den Verfassern überzeugt die Einrichtung seit Jahren mit Top-Bewertungen der Patienten und hoher Zufriedenheit unter den Mitarbeitern. Dieses gewachsene System würde mit einer Schließung zerstört. Ob sich diese Qualität in einem neuen Zubau rasch wieder herstellen lässt, stellen sie offen infrage.

Jobs in Gefahr

Auch für die Beschäftigten sehen die ehemaligen Führungskräfte massive Probleme. Mehr als 90 Prozent der rund 135 Mitarbeiter leben in der Region. Ein täglicher Arbeitsweg nach St. Radegund - rund 150 Kilometer oder etwa 2,5 Stunden pro Strecke mit Öffis - sei unzumutbar. Viele würden das Unternehmen verlassen müssen, wertvolles Know-how ginge verloren.

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Aus der PVA heißt es, es sei das Ziel, die Versorgung der Patienten weiter zu verbessern. Viele Betroffene mit Stoffwechselerkrankungen hätten gleichzeitig Herz-Kreislauf-Probleme. Deshalb plane man, medizinische Kompetenzen stärker zu bündeln und in einem gemeinsamen Zentrum zu konzentrieren.

Millionen wurden investiert

Kritisch sehen sie zudem die wirtschaftliche Seite. In den Standort Aflenz wurde über Jahrzehnte investiert, zuletzt rund 11 Millionen Euro in die Schwimmhalle. Gleichzeitig gab es Pläne, die Kapazität auf 150 Betten auszubauen. Ein leerstehendes Gebäude lasse sich erfahrungsgemäß kaum verwerten, warnen die Unterzeichner.

Besonders hart würde eine Schließung die Gemeinde Aflenz-Kurort treffen. Die Reha-Klinik ist dort der wichtigste Arbeitgeber und Grundlage für den Kurort-Status. Fällt sie weg, drohen negative Folgen für Tourismus, Betriebe und die gesamte Region.

Für die ehemaligen Führungskräfte ist daher klar: Die Schließung sei weder sachlich gerechtfertigt noch verantwortungsvoll. Auch der Hinweis der PVA, dass bis 2029 genug Zeit für Lösungen bleibe, überzeugt sie nicht.

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