Für mehrere Gäste steirischer Thermenhotels endete der Aufenthalt mit einem Schock: Als sie in ihre Zimmer zurückkehrten, waren diese leergeräumt. Der Schaden ist enorm - laut Anklage 136.000 Euro. Allein eine Frau verlor Schmuck im Wert von 70.000 Euro.
Vor Gericht in Graz zeigte sich der Täter geständig. "Schuldig", sagte der 45-Jährige. Die Beweislage ist erdrückend: Überwachungskameras zeigen ihn mehrfach mit Beute, dazu kommen Handyfotos und Auswertungen seiner Bewegungsdaten, die ihn klar den Tatorten zuordnen, das berichtet die Kleine Zeitung.
Die Einbrüche fanden gezielt in Thermenhotels in der Ost- und Weststeiermark statt. Innerhalb weniger Wochen richtete der Mann laut Richter Martin Heissenberger einen "gigantischen Schadensbetrag" an.
Doch reich wurde der Angeklagte laut eigener Aussage nicht. "Ich habe gar kein Bargeld bekommen", sagte er vor Gericht. Schmuck habe er gegen Drogen getauscht, Bargeld für seine Spielsucht verwendet. "Bekomme ich Drogen, werde ich zum Kleptomanen. Dann kann ich nicht anders."
Sein Verteidiger sieht ihn nicht als Drahtzieher: "Mein Mandant war ein Instrument, das von den Hintermännern verwendet worden ist." Das Geld sei nicht bei ihm gelandet. Aus Angst vor Repressalien wolle der 45-Jährige keine Namen nennen.
Für die Opfer bleibt der Schaden. Der gestohlene Schmuck dürfte verschwunden sein - der Angeklagte kann sich laut eigenen Angaben an vieles nicht erinnern.
Das Urteil fiel deutlich aus: fünf Jahre Haft wegen schweren, gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch. Nicht rechtskräftig.