Großer Ermittlungserfolg für die Wiener Polizei. Beamte des Landeskriminalamts konnten innerhalb weniger Wochen insgesamt 15 Raubdelikte klären und 14 Tatverdächtige ausforschen. Die Überfälle ereigneten sich seit Mitte März vor allem in Döbling, ein weiterer Fall wurde in Penzing registriert.
Besonders brisant: Die Opfer waren ausnahmslos minderjährig. Die Verdächtigen lauerten ihren Opfern häufig in der Nähe von Schulen oder Bahnhöfen auf. Meist traten sie in kleinen Gruppen auf und forderten Bargeld, Kleidung oder andere Wertgegenstände.
Wer sich weigerte, musste laut Ermittlungen mit Gewalt rechnen. In mehreren Fällen sollen die Opfer mit Faustschlägen und Fußtritten attackiert worden sein.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um bereits polizeibekannte Intensivtäter. Elf der Verdächtigen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und damit strafmündig. Drei weitere Burschen im Alter von 12 und 13 Jahren gelten als strafunmündig.
Der Großteil der Verdächtigen besitzt die afghanische oder syrische Staatsbürgerschaft. Drei der Beschuldigten sind österreichische Staatsbürger.
Sieben der strafmündigen Jugendlichen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen und in Justizanstalten eingeliefert. Die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Tatverdächtige auch für weitere Straftaten verantwortlich sein könnten. Die Untersuchungen laufen daher auf Hochtouren weiter.