Aufregung bei mehreren Wiener Winzern: Wie berichtet, kam es an zwei Wochenenden im Mai zu zahlreichen Einbrüchen in Buschenschanken am Nussberg in Wien-Döbling. Die Täter schlugen im Schutz der Dunkelheit zu, konnten aufgrund der Abgeschiedenheit – der Eichelhofweg ist unbeleuchtet und in der Nacht menschenleer – in Ruhe ihrem kriminellen Geschäft nachgehen.
Eines der Opfer ist Fritz Wieninger, der am Eichelhofweg eine Buschenschank betreibt. Bei ihm übersteigt der angerichtete Sachschaden – die Täter beschädigten Türen und Schlösser, schlugen sogar mehrere Löcher in die Wand – die Beute von rund 2.500 Euro bei weitem. Wieninger rechnet mit rund 30.000 Euro an Kosten und hofft nun, dass die Versicherung dafür aufkommt. Ärger und Aufwand bleibt ihm aber. Das gilt auch für die anderen betroffenen Winzer.
Nach den Einbruchsserien in der Nacht von 9. auf 10. sowie von 30. auf 31. Mai ermittelt nun die Kripo. Hilfreich sind dabei Bilder aus den Überwachungskameras der betroffenen Heurigenbetriebe.
Auch Wieningers Buschenschank ist videoüberwacht. Die Aufnahmen von 10. Mai zeigen, wie drei vermummte, dunkel gekleidete Männer kurz nach Mitternacht vor dem Gebäude herumschleichen und offenbar nach einer guten Möglichkeit suchen, einzusteigen. Sie klettern dazu sogar auf Holzbänken herum und nehmen die Buschenschank ganz genau in Augenschein.
Mit diesen Aufnahmen und jener der anderen Einbruchsopfer, sowie mit Spuren von den Tatorten hat das Landeskriminalamt nun die Ermittlungen gegen die unbekannten Buschenschank-Einbrecher aufgenommen. Um eine dritte Einbruchsserie zu verhindern, wurde nun auch die Streifentätigkeit der abgeschiedenen Gegend an der Grenze zu Niederösterreich erhöht, wie es von der Polizei gegenüber "Heute" heißt.