Dreiste Diebe treiben derzeit am beschaulichen Nussberg in Wien-Döbling ihr Unwesen: Vergangenes Wochenende – konkret in der Nacht von Samstag auf Sonntag – kam es entlang des Eichelhofwegs zu mehreren EInbrüchen in Buschenschanken renommierter Wiener Winzer.
Doch es war nicht die erste Einbruchsserie der Saison. Bereits in der Nacht von 9. auf 10. Mai schlugen die Unbekannten in fünf Lokalen zu.
Beschädigte Schlösser, eingedellte Sicherheitstür, vier Löcher in der Wand: Die Buschenschank des bekannten Wiener Winzers Fritz Wieninger am Eichelhofweg (Döbling) ist arg ramponiert. Die unbekannten Täter gingen gar nicht zimperlich vor: "Sie haben ordentlich gewütet, der Sachschaden wird wohl bei rund 30.000 Euro liegen", rechnet der Winzer vor – und ist nun saurer, als eine Nordhang Frühlese.
Die Beute der Bande betrug "wenn überhaupt 2.500 Euro. Außer dem Wechselgeld war ja nichts da." Die drei Täter wurden beim Coup übrigens gefilmt, waren aber vermummt. "Das waren keine Anfänger", ist Wieninger überzeugt.
Und fleißig waren sie auch: In der selben Nacht wurden vier weitere Buschenschanken am Nussberg aufgebrochen. "Kurz nach Mitternacht brachen zwei Unbekannte bei uns ein. Die Überwachungskamera erfasste sie, bevor sie heruntergeschlagen wurde", berichtet Clemens Keller, Geschäftsführer von Mayer am Nussberg. "Wir haben über Nacht kein Geld hier. Aber Schaden und Aufwand sind sehr ärgerlich. Und gut fürs Geschäft ist das auch nicht…"
In der Nacht von 30. auf 31. Mai dann die zweite Einbruchsserie, diesmal bei vier Buschenschanken. Auch das Lokal Mayer am Nussberg war wieder dabei. Geschäftsführer Keller wünscht sich, wie auch Wieninger, dringend mehr Polizeipräsenz in der abgeschiedenen Gegend. "Die Täter sind hier in der Nacht ungestört und fühlen sich sicher", so die Beiden zu "Heute".
Und siehe da: Die Wiener Polizei kommt dem Wunsch der Winzer nach, wie es heißt. "Das Stadtpolizeikommando Döbling hat verstärkte Bestreifung veranlasst. Das Landeskriminalamt Außenstelle West ermittelt", so Polizeisprecher Philipp Haßlinger zu "Heute".