MS-Diagnose

15.000 Euro für Dusche – Schwerkranke Frau verzweifelt

Vor 26 Jahren wurde bei Wienerin Ursula Multiple Sklerose diagnostiziert. Wegen ihrer Krankheit bräuchte sie eine neue Dusche – doch das ist teuer.
Justine Gull
29.11.2025, 06:00
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Trotz ihrer Autoimmunerkrankung kämpft sich Ursula B. (53) tapfer durchs Leben. Vor rund 26 Jahren bekam die Wienerin die Schockdiagnose: Multiple Sklerose, auch als MS bekannt. Obwohl sie laut ihrer Ärztin eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen würde, kommt sie – wie berichtet – für eine höhere Pflegestufe nicht in Frage.

Ursula, von ihrer Familie Uschi genannt, lebt derzeit von 1.150 Euro im Monat in einer Gemeindebauwohnung. Das Geld ist knapp, doch dank ihrer Familie – allen voran ihr Bruder – schafft sie es, den Alltag zu meistern. "Ohne meinen Bruder könnte ich das Haus nicht verlassen", erklärt die 53-Jährige im "Heute"-Talk.

Derzeit hat sie vor allem ein Projekt vor Augen: Ihre Badewanne soll zu einer Dusche umfunktioniert werden. Sie kann die Wanne aufgrund ihrer Krankheit unmöglich nutzen – zumal Uschi an ihren Rollstuhl gebunden ist. Ein Umbau soll 15.000 Euro kosten. Das Sozialamt soll zwar einen Teil davon übernehmen, dennoch ist das für die Wienerin sehr viel Geld.

Darum gab es keinen Wohnungswechsel

"Heute" fragte bei Wiener Wohnen nach, warum es keinen Wohnungswechsel gab. Wie die Pressestelle erklärt, verfügt Uschi seit 2023 über ein Wiener Wohnticket mit dem Wohnbedarfsgrund "Wohnungswechsel – Rollstuhlfahrer" für eine Zweizimmer-Wohnung. So wurden ihr zwei Wohnungen in ihrem Wunschbezirk vorgelegt.

Beide Angebote lehnte die Wienerin jedoch ab. Eine Wohnung war für Ursula zu schlecht an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden und die andere war schlichtweg zu weit weg von den Personen, auf deren Unterstützung sie angewiesen ist.

Wie die Pressesprecherin erklärt, hat Wiener Wohnen ihr eine zusätzliche Option eröffnet, über die Online-Plattform eine Gemeindewohnung zu finden. "Wir haben Frau B. informiert, dass es sehr umfangreiche Förderungen der Stadt Wien für den barrierefreien Umbau eines Badezimmers gibt", erklärt die Pressesprecherin.

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So können für behindertengerechte Umbauten bis zu 75 Prozent der förderbaren angemessenen Sanierungskosten von maximal 15.000 Euro gewährt werden. Zudem gibt es auch eine Beratungsstelle von Wiener Wohnen. Wie Uschi nun weiter vorgeht bleibt offen, unterdessen hat ihr Bruder einen Spendenaufruf gestartet, damit sich die Wienerin zumindest die Anzahlung für den Umbau leisten kann.

{title && {title} } Gul, {title && {title} } Akt. 29.11.2025, 06:28, 29.11.2025, 06:03
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