166.257 ohne Job: So wollen Parteien aus Krise führen

AMS-Chef Johannes Kopf
AMS-Chef Johannes Kopf(Bild: picturedesk.com)
Corona erschüttert den Arbeitsmarkt: In Wien waren im September 166.257 ohne Job oder in Schulungen. Wie die Parteien das ändern wollen liest du hier.

138.706 Personen waren im September beim AMS in Wien arbeitslos gemeldet – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 27,9 Prozent! Gleichzeitig waren im 27.551 Menschen in Schulungen, ein Plus von 5,2 Prozent. Welche Lösungen bieten die Parteien an, die am 11. Oktober um die Stimmen der Wienerinnen und Wiener ritter? "Heute" fragte nach.

Wie halten sie Firmen in Wien?

Die rot-grüne Stadtregierung hat drei Corona-Hilfspakete geschnürt. SPÖ-Chef Michael Ludwig hebt vor allem den Gastro-Gutschein hervor, mit denen Wirtshäusern und Cafés unter die Arme gegriffen wurde. Die FPÖ will die Bürokratie abbauen, kommunale Abgaben und Gebühren senken und die KMUs stärken. Einen Mix aus steuerlicher und bürokratischer Entlastung fordert die ÖVP. Bürokratieabbau wollen die Neos, das Team HC Strache lockt mit "Wirtschaftsförderungen".

Wie verhindern Sie Entlassungen?

Mit den Hilfspaketen der Stadt sollen die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden, so Rot und Grün. Eine Verlängerung der Kurzarbeits-Regelung fordern die Freiheitlichen, ÖVP-Chef Gernot Blümel will die Dienstgeberabgabe abschaffen. Einen unbürokratischen Zugang zu leeren Geschäftslokalen fordert Christoph Wiederkehr (Neos). Das Team HC Strache will das Epidemiegesetz wieder einsetzen.

Welches Szenario erwarten Sie fürs Frühjahr?

Die Auswirkungen werden uns leider noch lange begleiten, sind sich alle Parteien ausnahmsweise einig. Eine genauere Abschätzung, wie lange der heimische Arbeitsmarkt noch unter der Krise leiden wird, traut sich keiner der Spitzenkandidaten abzugeben.

Wie schaffen Sie neue Jobs?

Die SPÖ hat Lehrplätze verdoppelt und die "Joboffensive 50 plus" verlängert. Mit der Einführung der 35-Stunden-Woche für Beschäftigte der Stadt will Grünen-Chefin Birgit Hebein 7.000 neue Jobs schaffen. Dominik Nepp (FPÖ) möchte Unternehmen, die vorwiegend Österreicher anstellen, bevorzugen. ÖVP ist für Tourismuszonen, Neosverspricht 56.000 neue Jobs. Strache will Neuansiedelungen erleichtern.

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