138.706 Personen waren im September beim AMS in Wien arbeitslos gemeldet – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 27,9 Prozent! Gleichzeitig waren im 27.551 Menschen in Schulungen, ein Plus von 5,2 Prozent. Welche Lösungen bieten die Parteien an, die am 11. Oktober um die Stimmen der Wienerinnen und Wiener ritter? "Heute" fragte nach.
Die rot-grüne Stadtregierung hat drei Corona-Hilfspakete geschnürt. SPÖ-Chef Michael Ludwig hebt vor allem den Gastro-Gutschein hervor, mit denen Wirtshäusern und Cafés unter die Arme gegriffen wurde. Die FPÖ will die Bürokratie abbauen, kommunale Abgaben und Gebühren senken und die KMUs stärken. Einen Mix aus steuerlicher und bürokratischer Entlastung fordert die ÖVP. Bürokratieabbau wollen die Neos, das Team HC Strache lockt mit "Wirtschaftsförderungen".
Mit den Hilfspaketen der Stadt sollen die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden, so Rot und Grün. Eine Verlängerung der Kurzarbeits-Regelung fordern die Freiheitlichen, ÖVP-Chef Gernot Blümel will die Dienstgeberabgabe abschaffen. Einen unbürokratischen Zugang zu leeren Geschäftslokalen fordert Christoph Wiederkehr (Neos). Das Team HC Strache will das Epidemiegesetz wieder einsetzen.
Die Auswirkungen werden uns leider noch lange begleiten, sind sich alle Parteien ausnahmsweise einig. Eine genauere Abschätzung, wie lange der heimische Arbeitsmarkt noch unter der Krise leiden wird, traut sich keiner der Spitzenkandidaten abzugeben.
Die SPÖ hat Lehrplätze verdoppelt und die "Joboffensive 50 plus" verlängert. Mit der Einführung der 35-Stunden-Woche für Beschäftigte der Stadt will Grünen-Chefin Birgit Hebein 7.000 neue Jobs schaffen. Dominik Nepp (FPÖ) möchte Unternehmen, die vorwiegend Österreicher anstellen, bevorzugen. ÖVP ist für Tourismuszonen, Neosverspricht 56.000 neue Jobs. Strache will Neuansiedelungen erleichtern.