1.678 Neuinfektionen – Anstieg bremst sich etwas ein

Die Zahl der Corona-Patienten in den heimischen Spitälern steigt immer weiter.
Die Zahl der Corona-Patienten in den heimischen Spitälern steigt immer weiter.CARLA BERNHARDT / AFP / picturedesk.com
Innerhalb der jüngsten 24 Stunden haben sich 1.678 Menschen in Österreich neu mit dem Coronavirus angesteckt. Es ist ein leichter Rückgang.

Die aktuelle Woche brachte Österreich einen neuen Corona-Negativrekord mit über 2.600 Neuinfektionen innehalb nur eines Tages. Auch die restliche Woche hatte extrem hohe Zahlen zu bieten: 1.543 Fälle waren es am Montag, 1.696 am Dienstag, 2.624 am Mittwoch, 2.198 am Donnerstag und 2.364 am Freitag sowie 1.902 Neuinfektionen am Samstag. Am Sonntag melden die Gesundheitsbehörden des Landes nun 1.678 Corona-Neuinfektionen innerhalb der jüngsten 24 Stunden, außerdem gibt es sechs Todesopfer.

Zum Vergleich: Am Sonntag vor einer Woche wurden nun 1.857 Neuinfektionen österreichweit, zwei Todesopfer, 700 hospitalisierte und davon 184 Patienten auf den Intensivstationen gemeldet. Damit bremsen sich die Zahlen erstmals etwas ein. Die Spitalsbelegung auf den Normalstationen sank um 15 Corona-Patienten auf 845, auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Patienten allerdings um einen auf 212.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Bisher gab es in Österreich 724.035 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (19. September 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.895 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 689.927 wieder genesen. Derzeit befinden sich 845 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 212 auf Intensivstationen betreut.

Burgenland: 43
Kärnten: 108
Niederösterreich: 263
Oberösterreich: 287
Salzburg: 94
Steiermark: 195
Tirol: 63
Vorarlberg: 42
Wien: 583

Experten sprechen bereits von einer Pandemie der Ungeimpften. Das Risiko für einen Spitalsaufenthalt ist für jene, die nicht vollimmunisiert sind, um ein Vielfaches höher. Im Wiener AKH sind alle Intensiv-Patienten mit Corona ungeimpft.

Impfverweigerern werden Daumenschrauben angedreht

Um den Druck zu erhöhen, kommen nun immer neue Maßnahmen: Wer eine Stelle wegen einer Corona-Impfpflicht ablehnt, bekommt das Arbeitslosengeld gestrichen, stellte das AMS bereits am Donnerstag klar. Wie das "Profil" nun berichtet, wirkt sich aber eine fehlende Impfung nicht nur auf das Arbeitslosengeld, sondern auch auf die Mindestsicherung aus. Denn wer einen Job mit Impfpflicht verweigert, kann nicht nur das Arbeitslosengeld verlieren, sondern auch die Mindestsicherung.

Die Sanktionen des AMS haben auch Auswirkung auf die Mindestsicherung. Das gelte seit einer Reform des Jahres 2018 obwohl die Bundesländer die Sozialleistung der Mindestsicherung auszahlen, während das Arbeitslosengeld vom AMS kommt. Wenn jemand die Arbeitsaufnahme verweigere "kürzen wir die Bezüge in einem ersten Schritt automatisch um 25 Prozent, dann um 50 Prozent und am Ende um 100 Prozent", erklärt der Sprecher des Wiener Soziallandesrates Peter Hacker, Mario Dujakovic, gegenüber dem "Profil".

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