Überfall auf Joggerin

17-Jährige vergewaltigt – 10 Jahre Haft für Studenten

Ein Student soll eine Jugendliche nach Hause verfolgt, dort vergewaltigt haben. Nicht der einzige Fall – nun setzte es ein hartes Urteil.
Thomas Peterthalner
07.04.2026, 12:59
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Hinter der harmlosen Fassade eines Lehramts-Studenten sollen sich hochgefährliche Abgründe auftun – wir berichteten. Der 31-Jährige stand am Dienstag (7.4.) erneut wegen Vergewaltigung vor Gericht am Wiener Landl, diesmal setzte es ein Urteil. "Obwohl Sie reumütig geständig waren und bisher unbescholten sind, macht es die Tat notwendig, hier mit einer massiven Freiheitsstrafe vorzugehen", so der Richter in der Begründung. Der ehemalige Student wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt – und in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. Der Spruch ist noch nicht rechtskräftig.

Gefährlicher Angeklagter

"Er hat seit seinem 14. Lebensjahr Vergewaltigungsfantasien in Richtung junger Mädchen", erklärte der psychiatrische Sachverständige Peter Hofmann bereits beim letzten Termin. Der Angeklagte gilt als sehr gefährlich.

Frau verfolgt und vergewaltigt

Die Vorwürfe ließen Ur-Ängste von Frauen wach werden. So soll der bislang unbescholtene Lehramts-Student am 6. August 2025 eine junge Frau in Meidling von einer Bim-Station bis zu ihrer Wohnung verfolgt haben. Dort wartete er mit einem Klappmesser, zog dann aber doch ab. Vier Tage später kam er zurück, brach in die Wohnung ein – und bedrohte die 17-Jährige mit einem Messer. Er werde sie umbringen, sollte sie nicht tun, was er sage, soll er sie angeherrscht haben. Dann schnitt er ihr in die Hand und zwang sie angeblich, sich auszuziehen. Eiskalt soll er sich an der 17-Jährigen vergangen haben, danach flüchtete er.

Opfer nach Attacke gestalkt

Ein paar Tage später traute die Jugendliche ihren eigenen Augen nicht mehr. Der Verdächtige sprach sie auf der Straße nach der Uhrzeit an. Die 17-Jährige rief sofort die Polizei, der Student hatte das Opfer gestalkt, wurde festgenommen. Laut Sachverständigen sei das Ansprechen eine zusätzliche Demütigung des Opfers gewesen. Der Verdächtige leide an einer schweren sexuellen Störung, lebe seine Fantasien ohne Rücksicht aus. Er sei empathielos, aber zurechnungsfähig. Aufgrund seiner Abartigkeit werde eine Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum empfohlen. Weitere schwere Straftaten seien zu befürchten.

Joggerin in Liesing attackiert

Der 31-Jährige soll nicht zum ersten Mal eine Frau attackiert haben. Am 26. Mai 2025 soll der Wiener versucht haben, eine Joggerin zu vergewaltigen. Die Frau war am Abend alleine entlang des Liesingbachs unterwegs gewesen. Gegen 22 Uhr umklammerte sie der Mann in Wien-Liesing von hinten, warf sie zu Boden und wollte sich an ihr vergehen. Die Frau schrie und trat nach dem Verdächtigen, er ergriff daraufhin die Flucht. Vor Gericht zeigte sich der Lehramts-Student zu den schweren Vorwürfen geständig, gab alles zu.

Bis zu 15 Jahre Haft drohten

Die 17-Jährige wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt. Laut Sachverständigem leidet sie an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Das gilt als schwere Körperverletzung. Der Strafrahmen erhöhte sich auf 15 Jahre Haft. Das Urteil blieb mit 10 Jahren nur knapp darunter.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 07.04.2026, 12:59
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