Nach dem tödlichen Schuss auf eine Antilope im Tiergarten Schönbrunn reagiert der Zoo jetzt mit deutlich mehr Sicherheitsmaßnahmen. Eine junge Hirschziegenantilope wurde in der Nacht auf den 29. März hinterhältig erschossen – der Schütze ist noch auf der Flucht.
Im Zoo Schönbrunn wurden die Nachtdienste aufgestockt. Zusätzliche, externe Sicherheitskräfte sind in der Nacht auf Streife unterwegs. Die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen sollen verhindern, dass sich ein ähnlicher Vorfall wiederholt.
Die Polizei bestätigt die Maßnahmen auf APA-Anfrage: "Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in Zusammenarbeit mit der Tiergartenverwaltung verstärkt. Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien sind nach wie vor im vollen Gange."
Auch ein Video des Vorfalls wurde bereits ausgewertet. Noch ist unklar, ob sich darauf ein Hinweis zu dem Verdächtigen findet. Klar scheint hingegen: Der Schütze dürfte sich am Tiroler Weg, direkt neben dem Gehege verschanzt haben. Noch ist aber unklar, wie der Verdächtige in der Nacht in den Schlosspark von Schönbrunn eindringen konnte.
Die erschossene Baby-Antilope wurde von einer Tierpflegerin entdeckt. Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass gegen 3 Uhr früh ein Schuss von außerhalb des Geheges abgegeben wurde – womöglich mit einem Schalldämpfer. Die Hirschziegenantilope wird laut Zoo wegen der dunklen Färbung des Rückens bei männlichen Tieren auch Schwarzbock genannt, Weibchen und Junge sind jedoch sandfarben. Während die Weibchen hornlos sind, fallen Männchen durch ihre großen, schraubenartig gewundenen Hörner auf.