Gefährlicher Vorfall am Bahnhof Leonberg in Baden-Württemberg: Eine 18-Jährige soll am Dienstagnachmittag die Gleise an einer nicht dafür vorgesehenen Stelle überquert haben. Eine herannahende S-Bahn leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt, teilte die Bundespolizeiinspektion Stuttgart mit.
Der Vorfall ereignete sich am 6. Oktober gegen 15.50 Uhr. Der Triebfahrzeugführer bemerkte die junge Frau nach aktuellem Ermittlungsstand und gab einen Warnpfiff ab. Anschließend leitete er offenbar bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 bis 90 km/h die Schnellbremsung ein.
Nachdem die S-Bahn im Bahnhof zum Stillstand gekommen war, traf der Fahrer die 18-Jährige an und sprach sie auf ihr Verhalten an. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte soll sie sich "uneinsichtig und unkooperativ" verhalten haben.
Gegen die junge Deutsche wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Die Behörde nimmt den Vorfall zum Anlass für eine eindringliche Warnung: Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg. Selbst eine sofortige Schnellbremsung verhindert einen Zusammenstoß nicht immer.
Zum Überqueren der Gleise dürfen deshalb ausschließlich die vorgesehenen Wege, Unterführungen und Übergänge genutzt werden. "Eine vermeintliche Abkürzung über die Gleise ist lebensgefährlich", heißt es in der Mitteilung.