19 Jahre Haft für brutale Bluttat an Wiener Juwelier

Der Angeklagte beim Prozess am Wiener Landesgericht.
Der Angeklagte beim Prozess am Wiener Landesgericht.Denise Auer
Am 14. Oktober des vergangenen Jahres wurde in Wien-Landstraße ein 74-jähriger Juwelier mit 19 Messerstichen getötet. Nun bekam der Täter sein Urteil.

Monate nach dem folgenschweren Überfall auf einen Wiener Juwelier wurde der Serbe Ali G. (21) am Mittwoch in Wien zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach erfolgreicher Flucht konnte der Verdächtige erst Monate später in Ungarn von Zielfahndern geschnappt werden, von seinem Komplizen fehlt weiter jede Spur. Ausgerechnet eine weggeworfene FFP2-Maske hatte die Ermittler auf seine Fährte gebracht. Der 21-Jährige wurde nach Wien ausgeliefert, wo er wegen Mordes vor ein Geschworenengericht treten musste.

Insgesamt konnten dem Serben 54 weitere Verbrechen nachgewiesen werden, unter anderem soll er kurz vor dem tödlichen Überfall auf den Juwelier auch eine Opernsänger mit einem Brecheisen schwer verletzt haben. Doch der konnte den Räuber durch lautes Singen erfolgreich in die Fluchtschlagen. 

Anwalt Martin Mahrer verteidigt den Angeklagten.
Anwalt Martin Mahrer verteidigt den Angeklagten.Denise Auer

"Wir haben es hier mit einem sehr gefährlichen Serientäter zu tun", so der Staatsanwalt am ersten Prozesstag. Verteidiger Martin Mahrer entschuldigte sich bei den Angehörigen der Opfer, erklärte, der mittlerweile verstorbene Onkel des Angeklagten, habe ihn zu den Taten gedrängt und bedroht.

Außerdem habe sein Mandant nach seiner Verhaftung mit den Behörden kooperiert. Doch das half dem jungen Erwachsenen wenig. Der Angeklagte bekannte sich schuldig und er wurde anklagekonform verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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