20-Jährige verkauft ihre Jungfräulichkeit um 760.000 €

Mehr als eine halbe Million Euro will eine Schweizerin für ihre Jungfräulichkeit verlangen. Mit dem Geld möchte sie ihrer Familie ein Haus kaufen. 

Lia (Name der Redaktion bekannt) ist 20 Jahre alt und lebt in der Schweiz. Die junge Frau sorgt nun mit einem außergewöhnlichem Angebot für Schlagzeilen. Sie möchte nämlich ihre Jungfräulichkeit um 761.944,64 Euro (800.000 Schweizer Franken) verkaufen – der Preis: nicht verhandelbar.

"Meine Familie hatte nie viel Geld. Als Kind musste ich auf vieles verzichten: Ich hatte nur einen Ball zum spielen und ich musste immer dieselben Kleider tragen", erzählt die 20-Jährige gegenüber dem Schweizer Onlineportal "20 Minuten". Nun wolle sie ihre Familie finanziell unterstützen. Die Idee habe sie, seit sie mit 16 Jahren zum ersten Mal davon gehört hat. 

"Momentan lebe ich mit meinem Vater und mit meinem kleinen Bruder in einer Einzimmerwohnung. Mit dem Geld will ich uns ein Haus kaufen", sagt Lia. Zudem will sie 20 Prozent, also 152.388,93 Euro sofort spenden: "Damit will ich Kindern im Ausland neue Schulbücher kaufen." Sie habe ein "kleines Helfersyndrom", sagt sie.

"Warum soll ich meine Jungfräulichkeit nicht in Geld umwandeln?" – Lia, 20 Jahre

"Sex gegen Geld ist die älteste Dienstleistung der Welt und ich finde es eher verwerflich, wenn ich Kommentare von Leuten lese, die einer Frau vorschreiben möchten, mit wem und aus welchen Grund sie Sex haben sollte", schreibt die 20-Jährige in ihrer Annonce.

Die Geldsorgen ihrer Familie seien allerdings nicht der einzige Motivator für ihr Sex-Angebot: "Ich war noch nie verliebt. Sex hat sich für mich noch nie ergeben. Warum soll ich meine Jungfräulichkeit nicht in Geld umwandeln? Schließlich ist meine Jungfräulichkeit das Wertvollste, was ich habe. Ich freue mich auf dieses coole Abenteuer."

Lias Familie weiß nichts von ihrem Vorhaben. Wie sie ihnen erklären wird, woher das rund 800.000 Franken schwere Plus am Konto kommt, weiß sie noch nicht. "Da muss ich mir noch was überlegen", sagt Lia und lacht.

Sie spiele mit offenen Karten, sagt Lia und wenn der Kunde will, lasse sie ihre Jungfräulichkeit medizinisch attestieren – denn ihr Hymen, auch Jungfernhäutchen genannt, sei noch intakt. Das hätte ihr ihre Frauenärztin versichert.

Gynäkologin weist auf medizinisches Problem hin

Die Gynäkologin Sibil Tschudi sagt auf "20 Minuten"-Anfrage dazu: "Die Frage ist doch, was Jungfräulichkeit überhaupt bedeutet. Ob eine Frau je Geschlechtsverkehr hatte, kann nur sie selbst sagen. Medizinisch gesehen lässt sich das in den meisten Fällen nicht eindeutig feststellen." Denn: "Das Hymen ist bei jeder Frau unterschiedlich geformt und entsprechend der Anatomie reisst es oder reisst es nicht beim ersten Mal. Die Jungfräulichkeit medizinisch zu attestieren, davon sollten sich Frauenärzte klar distanzieren", so Tschudin weiter. Lia sagt dazu: "Der Kunde kann auch selbst nachschauen. Ich habe nichts zu verbergen."

Vor zwei Wochen publizierte Lia ihr erstes Inserat auf mehreren Kleinanzeigen-Plattformen, wo es immer wieder gelöscht wurde. Inzwischen hat Lia eine eigene Website. "Ein Betreiber eines Schweizer Sexportals hat sich bei mir gemeldet und mir angeboten, kostenlos eine Website zu erstellen, sofern er darauf seine Werbung platzieren darf. Das fand ich natürlich super, so bleibt mein Inserat endlich online", so Lia. Gesehen habe sie den Betreiber noch nie. Der Kontakt läuft via Mail.

"Natürlich wollen wir Profit aus Lias Angebot und ihrer Medienpräsenz schlagen" – Betreiber eines Sex-Portals

20 Minuten hat mit dem Seitenbetreiber* (33) gesprochen: Ist Lias Angebot nur ein Marketing-Gag des Sexportals? "Natürlich wollen wir Profit aus Lias Angebot und ihrer Medienpräsenz schlagen", sagt der Betreiber gegenüber 20 Minuten. Ob Lias Angebot echt ist und ob sie bereits volljährig ist (20 Minuten hat Lias Alter überprüft.), wisse er nicht. "Wir übernehmen keine Haftung für den Inhalt der Seiten, die wir erstellen", sagt der 33-Jährige, der zusammen mit seiner Mutter und seiner Frau mehrere Websites in der Erotikbranche betreibt und Amateuren sowie professionellen Pornodarstellern zu mehr Bekanntheit verhelfen will.

Eine Zukunft als Pornodarstellerin oder Sexarbeiterin – eine Option für Lia? "Eher nicht", sagt sie. Zurzeit warte sie noch auf ein seriöses Angebot für ihr erstes Mal. Bisher hätten sich lediglich neugierige Männer ohne konkrete Kaufabsichten gemeldet.

20-Jährige hat keine Angst vor Sex-Versteigerung

Angst, dass etwas schiefgehen könnte, hat Lia nicht. "Ich werde den Mann sorgfältig auswählen. Vielleicht werde ich drei, vier Kandidaten zuerst ein paar Mal treffen, an einem öffentlichen Ort, und mich erst dann für einen entscheiden."

Angst hat Lia eher vor den Vorurteilen in ihrem Umfeld: "Ich will nicht, dass die Leute mich anschauen und dann nur noch an dieses Angebot denken. Ich bin viel mehr als das." Darum will Lia hier auch anonym bleiben. "Trotzdem kann ich mit dem Interview meine Echtheit beweisen und klarmachen, dass ich all dies freiwillig tue und kein Zuhälter dahintersteckt."

"Wie stellt Lia sicher, dass sie aussteigen kann und sie der Kunde nicht als eine Art Sexsklavin sieht?" – Michael Glanz, Geschäftsführer Sexuelle Gesundheit Aargau

Lia bietet nicht nur ihre Entjungferung an, sondern stellt sich ein Jahr lang dem Kunden als Begleiterin zur Verfügung. Michael Ganz, Geschäftsleiter Sexuelle Gesundheit Aargau, sieht hier ein Risiko: "365 Tage sind eine lange Zeit. Es kann gut sein, dass der Mann dann Dinge von ihr erwartet, zu denen sie nicht bereit ist. Wie stellt Lia sicher, dass sie aussteigen kann und sie der Kunde nicht als eine Art Sexsklavin sieht, da er sehr viel Geld 'investiert' hat? Das macht Lia verletzlich." Die 20-Jährige sieht dies gelassen: "Ich werde im Voraus mit dem Kunden einen Vertrag aufsetzen, in dem wir alle Details klären."

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