"CUT!" Austro-Pornostar bricht Blowjob-Szene ab

Der steirische Pornostar Mick Blue (45) hat bisher über 4.000 Sex-Szenen gedreht. Doch nicht alle Shootings verliefen auch unbedingt nach Wunsch.

Mick Blue gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Pornodarstellern der Welt. Der 45-jährige Österreicher ist seit mehr als 20 Jahren in der "Adult Industry" als Sex-Akteur tätig und auf der Karriere-Leiter ganz oben angekommen. Der gebürtige Steirer steht für die größten Erotik-Studios vor der Kamera und dreht teilweise sogar bis zu sieben Tage in der Woche Sex-Szenen.

 Mick Blue verrät, wie viel man als Pornostar verdient

Inzwischen bringt es der 45-Jährige in seiner Laufbahn auf über 4.000 professionelle Porno-Produktionen. Mick Blue hat sich in der Erotik-Branche einen Namen gemacht und kann sich mittlerweile seine Projekte dabei aussuchen. Studios wie "Brazzers", "Digital Playground", "Reality Kings" oder "Deeper.com" kommen auf den Österreicher zu und wollen ihn für ihre Filme verpflichten.

Der Steirer kann aber nicht nur die Produktionen frei wählen, sondern hat auch bei der Wahl seiner Drehpartnerinnen ein Mitspracherecht. "Wenn ich mit einer Frau nicht arbeiten oder drehen möchte, dann werde ich das auch nicht tun", stellt Mick Blue im Gespräch mit "Heute" klar. Und der Österreicher hat bereits mit den größten Stars der Erotik-Branche gedreht, seine "Sex-Liste" ist lange - sehr lange (Anm. eine kleine Auswahl gibt es in den Diashows).

"Die ersten 30 Frauen habe ich noch gezählt"

Mit rund 5.000 Frauen hat Mick Blue vor und hinter der Kamera bereits Geschlechtsverkehr gehabt. "Die ersten 30 Frauen in meinem Leben habe ich noch gezählt, dann habe ich aufgehört", erzählt der Steirer mit einem Schmunzeln. Seine "Sex-Liste" liest sich dabei wie ein Auszug aus einem Porno-Lexikon, in dem die bekanntesten weiblichen Darstellerinnen der vergangenen Jahre aufgelistet sind.

In seinem Sex-Verzeichnis finden sich die Namen von Pornostars wie Jesse Jane, Anikka Albrite (Anm. mit ihr ist Blue seit 2014 verheiratet) Riley Reid, Nicole Aniston, Katsuni, Stoya, Kayden Kross, Jenna Haze, Abigail Mac, Vanna Bardot, Lexi Belle, Alexis Texas, Madison Ivy, Nicolette Shea, Lela Star, Brittany Andrews, Sasha Grey, Little Caprice, Nikki Benz, Tori Black, Emily Willis, Romi Rain oder auch von Ex-Disney-Star Maitland Ward.

Dass sich Mick Blue seine Dreh-Partnerinnen aussuchen kann, ist in der Branche dabei keine Selbstverständlichkeit. Sattdessen ist es ein Privileg, das sich der 45-Jährige, der seit 2004 in den USA lebt, mit viel Geduld, Ausdauer und Stehvermögen hart erarbeitet hat - und auch erst erarbeiten musste. Der Weg bis an die Spitze der Porno-Leiter war dabei aber alles andere als einfach.

Geld mit Sex verdienen? "Kein Honiglecken"

Im Gegenteil! Das Porno-Geschäft ist knallhart und nur die wenigsten Darsteller schaffen es auch wirklich, über Jahre aktiv als Sex-Akteur tätig zu sein. Neben der körperlichen und vor allem auch psychischen Herausforderung, auf Kommando seine Leistung bzw. sein Stehvermögen vor einer ganzen Film-Crew abrufen zu können, stehen dann auch noch Szenen an, die den Darstellern alles abverlangen.

"Es gibt auch Drehs, wo dir gesagt wird, du hast jetzt Sex auf einem Stein. Wer will schon mit einer Frau Sex auf einem Stein haben?", so der 45-Jährige zu "Heute". Will man aber in der Porno-Branche wirklich Fuß fassen und erfolgreich sein, dann gilt vor allem zu Beginn der Sex-Karriere oftmals das Motto: Augen zu und durch. Liebes-Stellungen, Partner und Plätze, an denen man im Privatleben vermutlich eher nicht Sex haben würde, gehören dann zum Job dazu.

Denn: "Wenn du für eine Szene engagiert wirst, dann bist du ein Profi und du musst das erledigen. Und dass das nicht immer alles Honiglecken, Spaß und Party ist, ist auch klar. Deswegen wirst du aber gebucht, dass du es zusammenbringst, auch wenn es dir nicht gefällt", erklärt Mick Blue weiter. Im Porno-Business sind aber nicht nur oftmals die Szenen selbst "kein Honiglecken", auch die Chemie zwischen den Darstellern stimmt nicht immer.

"Mit Zähnen auf Penis herumgerattert"

Eine Erfahrung, die auch Mick Blue selbst schon gemacht hat. "Ja, sicher. Wenn du mit so vielen Frauen gedreht und so viele Produktionen hattest, wirst du immer Szenen gehabt haben, wo du dir denkst, mit dieser Dame werde ich sicher nicht mehr arbeiten", erzählt der 45-Jährige im "Heute"-Gespräch. Allerdings geht es dabei nicht nur um die Chemie, auch der gemeinsame Dreh bzw. die Sex-Praktiken vor der Kamera spielen eine zentrale Rolle.

Und nicht alle Porno-Produktionen verlaufen dabei immer nach Wunsch. Das geht sogar soweit, dass Regisseure oder auch Darsteller selbst, das Erotik-Shooting unterbrechen. Auch Mick Blue hat eine professionelle Szene schon einmal gestoppt! Und zwar eine Blowjob-Szene, da seine Dreh-Partnerin beim Vorspiel ganzen Einsatz gezeigt hatte - mit all ihren Zähnen.

"Wenn sie die Zähne auf meinem Penis herumrattert, dann habe ich keine Angst den Dreh zu unterbrechen", erklärt der 45-Jährige. Der Steirer habe daraufhin mit seiner Partnerin gesprochen und ihr Tipps gegeben, "wie sie das besser machen kann." Denn: "Im Endeffekt ist es mein Penis und wenn mein Penis von Zähnen zerrattert ist, dann kann ich am nächsten Tag vielleicht nicht arbeiten oder dann ist das Arbeiten unangenehm."

Eine Frage des Talents

Eine Situation, die bei Shootings immer wieder vorkommen könne. "In 21 Jahren in der Branche passiert das und man lernt daraus", versichert der Steirer. Und was lernt man daraus? "Dass du keinen Preis dafür gewinnen kannst, wenn sie den Penis mit den Zähnen durchbeißt und du dann mit den Folgen leben musst." Sollte man also merken, dass eine Szene nicht passt, sollte man darüber sprechen, wie man sie besser machen könne.

Wer jetzt aber glaubt, dass nur Neulinge in der Branche Sex-Tipps bei gewissen Praktiken oder Positionen brauchen, der irrt gewaltig. Denn nicht nur neue Gesichter, sondern auch Darsteller/innen, die bereits länger im Porno-Geschäft tätig sind, benötigen laut Blue in bestimmten Situationen und Szenen noch etwas Nachhilfe. "Das ist egal. Es können neue oder archivierte Akteure sein", erklärt Blue.

"Ich habe Damen gehabt, die schon länger in der Branche sind, die überhaupt nicht Blasen haben können. Und dann habe ich Frauen gehabt, die komplett neu in der Branche waren, da bekommst du einen Blowjob und du denkst dir: 'Das ist ein Wahnsinn'", ergänzt der gebürtige Steirer im "Heute"-Gespräch. Im Endeffekt sei es ein "Talent" und es hänge auch "von der mentalen Einstellung" der Drehpartnerin ab.

Der perfekte Blowjob

Doch wie funktioniert eigentlich der "perfekte Blowjob"? "Er ist eine Mischung aus langsam und schnell und gleichzeitig mit einer Hand, wo du masturbierst. Man fängt langsam an und wird dann immer ein bisschen schneller. Dann kann man auch wieder langsamer werden. Und wenn jemand multitalentiert ist, dann kann er auch die Hoden dabei kraueln, dann ist es so und so ein absoluter Wahnsinn", verrät der Österreicher.

Und der Steirer ergänzt: "Der perfekte Blowjob ist nicht so, wie man ihn in Pornos sieht, wo die Frau auf dem Penis herumgeigt und ihn radikal in den Mund nimmt. Das ist für die Show." Sondern: "Der perfekte Blowjob ist, wenn man so bläst, wie man es selber gerne hätte."

Bei der oralen Befriedigung einer Frau sollte man(n) sich dabei ebenfalls nicht unbedingt an Szenen in Schmuddel-Filme orientieren. "Wenn man eine Frau oral verwöhnt, dann sollte man(n) das nicht irgendwie radikal machen, weil man es so in einem Porno gesehen hat. Das kann eher weh tun." Stattdessen gehe es vor allem darum, sich auf die Bedürfnisse des Partners einzustellen.

"Wenn du jemanden sexuell glücklich machen möchtest, dann musst du offen sein, (Oral-) Sex in einer Art und Weise zu haben, dass es dem Partner zusagt", so Mick Blue. Und der Österreicher stellt weiter klar: "Wenn du wirklich gut im Oralsex bist, dann kannst du auch eine Beziehung sehr glücklich machen. Ohne, dass du jetzt Sex mit dem Partner haben musst."

Im nächsten Teil der "Mick Blue"-Reihe wird es romantisch! Der 45-jährige Steirer spricht mit "Heute" über seine große Liebe Anikka Albrite und verrät, wie er seine Ehefrau kennenlernte und was ihm genau durch den Kopf ging, als er sie das erste Mal sah.

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