Austro-Pornostar verrät, wie der perfekte Blowjob geht

Der österreichische Pornostar Mick Blue (45) gibt Sex-Tipps und erklärt, wie man das Liebesleben mit dem Partner auffrischen kann.

Seit über 20 Jahren dreht Mick Blue nun bereits Pornofilme und avancierte in dieser Zeit zu einem der größten Stars überhaupt. Der gebürtige Österreicher, der seit 2004 in den USA lebt, stand bereits für circa 4.000 professionelle Erotik-Szenen vor der Kamera und hat mit etwa 5.000 Frauen Sex gehabt. "Die ersten 30 Frauen in meinem Leben habe ich noch gezählt, dann habe ich aufgehört", verrät der 45-Jährige gegenüber "Heute".

Auf der Liste seiner Dreh-Partnerinnen finden sich dabei die größten und bekanntesten Namen der Porno-Branche. Der Steirer hatte Sex-Shootings mit Stars wie Jesse Jane, Kayden Kross, Sasha Grey, Nicolette Shea, Little Caprice, Lela Star, Riley Steele, Stoya, Romi Rain, Katsuni, Nicole Aniston, Allie Haze, Teagen Presley, Mia Malkova oder Annika Albrite, in der Blue seine große Liebe fand und mit der er seit 2014 glücklich verheiratet ist.

Der Österreicher lebt wohl den Traum vieler Männer und verdient mit Sex sein Geld - und zwar gutes Geld. Bis zu sieben Mal in der Woche steht der 45-Jährige für die größten Erotik-Unternehmen wie Brazzers, Digital Playground, Evil Angel, Reality Kings oder Deeper und die unterschiedlichsten Genres (z.B.: Porno-Parodien von Regie-Legende Axel Braun) vor der Kamera. Und für die Verpflichtung von den größten Erotik-Stars greifen die Firmen oftmals tief in die Taschen.

Blowjob in Pornos "für die Show"

Bei den Porno-Produktionen muss es sich dabei aber nicht immer zwangsläufig um einen Akt mit Geschlechtsverkehr handeln, es können auch Shootings sein, bei denen etwa ausschließlich Oral-Sex im Vordergrund steht. Und jemand, der bereits rund 4.000 Sex-Szenen gedreht hat, weiß natürlich genau, worauf es bei einem Blowjob ankommt oder wie man(n) eine Frau oral zum Höhepunkt bringt.

Doch wie funktioniert eigentlich der perfekte Blowjob bzw. wie sieht der aus der Sicht eines Porno-Stars aus? "Der perfekte Blowjob ist nicht so, wie man ihn in Pornos sieht, wo die Frau auf dem Penis herumgeigt und ihn radikal in den Mund nimmt. Das ist für die Show", stellt Mick Blue in "Heute" gleich zu Beginn klar. Sondern: "Der perfekte Blowjob ist, wenn man so bläst, wie man es selber gerne hätte."

"Er ist eine Mischung aus langsam und schnell und gleichzeitig mit einer Hand, wo du masturbierst. Man fängt langsam an und wird dann immer ein bisschen schneller. Dann kann man auch wieder langsamer werden. Und wenn jemand multitalentiert ist, dann kann er auch die Hoden dabei kraueln, dann ist es so und so ein absoluter Wahnsinn", ergänzt der Österreicher.

Bei der oralen Befriedigung einer Frau sollte man(n) sich dabei ebenfalls nicht unbedingt an Szenen in Schmuddel-Filme orientieren. "Wenn man eine Frau oral verwöhnt, dann sollte man(n) das nicht irgendwie radikal machen, weil man es so in einem Porno gesehen hat. Das kann eher weh tun." Es gehe vor allem darum, sich auf die Bedürfnisse des Partners einzustellen. "Wenn du jemanden sexuell glücklich machen möchtest, dann musst du offen sein, (Oral-) Sex in einer Art und Weise zu haben, dass es dem Partner zusagt."

"Zähne sind Tabu"

Und wie sieht es beim Thema Blowjob mit Zähnen aus? "Für meine Vorliebe sind Zähne beim Oral-Sex Tabu - außer du stehst jetzt auf Schmerzen. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Mann auf der Welt gibt, der gerne Spuren von Zähnen auf seinem Penis hat", so Mick Blue. Und der gebürtige Steirer aus Graz weiß: "Wenn du wirklich gut beim Blowjob bist, dann kannst du eine Beziehung sehr glücklich machen. Und zwar ohne, dass du Sex mit dem Partner hast."

Sehr viele Menschen würden laut dem Austro-Pornostar allerdings oftmals vergessen, dass es in einer Beziehung nicht nur um die eigenen Bedürfnisse geht. "Wenn du einen Tag hast, wo du keinen Sex haben möchtest, was spricht dagegen, dass man seinen Partner oral befriedigt?" Und weiter: "Da muss man dann einfach selbstlos sein und sagen: 'OK, wenn der Partner Lust hat, dann befriedige ich ihn so gut wie ich kann'. Das kann oral, mit einem Vibrator oder auf eine andere Weise sein."

Während das Thema Zähne beim Blowjob für den Österreicher ein striktes No-Go sind, gehört ein anderer Punkt für ihn unbedingt dazu: der Orgasmus! "Also ich muss jetzt ganz ehrlich sagen! Wenn du jemanden befriedigst, dann sollte es schon so sein, dass es zum Höhepunkt kommt." Das betrifft allerdings nicht nur den Oral-Sex beim Mann, sondern auch bei der Frau. "Wenn du eine Frau oral befriedigst, kannst du sie nicht einfach kurz vor dem Orgasmus stehen lassen. Und bei einem Mann ist es das gleiche."

Was Frauen und Männer wollen

Also: "Wenn du ihn (Anm. Oral-Sex) nicht vollenden möchtest, dann solltest du es gleich im Vorfeld lassen", erklärt Mick Blue im "Heute"-Interview. Sollte es aber zu einem "Cumshot" kommen, könne dieser laut dem 45-Jährigen auf ganz unterschiedliche Weise bzw. Stellen ausgeführt werden. "Ob auf die Brüste, in den Mund oder die Hand ist egal", erklärt der Österreicher. Aber: "Ins Gesicht 'zu kommen', ist meiner Meinung eine pornografische Geschichte."

Generell sollte man beim (Oral-)Sex genau darauf achten, was das Gegenüber gerne möchte. "Wenn man jemanden oral befriedigt, dann sollte man herausfinden, was dem Partner am meisten gefällt. Und es spricht auch überhaupt nichts dagegen, miteinander zu kommunizieren", so der Tipp des Porno-Stars. "Sicher ist es für einige ein Tabuthema, aber wenn du sexuell miteinander aktiv bist, dann sollte nichts in der Sexualität ein Tabuthema sein."

Denn: "Es ist das wichtigste, dass man miteinander redet und sich austauscht, was einem gefällt." Und: "Sicher kann man einen Blowjob jetzt einfach so machen, wie ich es erklärt habe und schauen, ob es dem Partner gefällt. Auf der anderen Seite kann man aber auch einfach darüber reden." Auf keinen Fall sollte man sich laut Mick Blue aber davor schämen, dem Partner seine Vorlieben zu sagen.

Im nächsten Teil der "Mick Blue"-Reihe plaudert der 45-Jährige aus dem Nähkästchen und offenbart, warum er bei einem Porno-Shooting schon einmal eine Blowjob-Szene abgebrochen hat.

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