Mick Blue verrät, wie viel man als Pornostar verdient

Austro-Pornostar Mick Blue mit seiner Frau Annika Albrite (li. Mitte), Allie Haze, Teagan Presley und mit Megan Rain (re.)
Austro-Pornostar Mick Blue mit seiner Frau Annika Albrite (li. Mitte), Allie Haze, Teagan Presley und mit Megan Rain (re.)
Instagram/ mickblueracing
Mick Blue zählt zu den gefragtesten Pornostars der Welt - und das macht sich auch bezahlt. Mit "Heute" spricht der Steirer über die Gagen der Stars.

Mick Blue hat es geschafft! Der Österreicher arbeitet seit über 20 Jahren als Pornodarsteller und gehört mittlerweile zu den bekanntesten männlichen Akteuren überhaupt. Der 44-Jährige hat sich mit harter Arbeit und viel Ausdauer in der Erotik-Branche einen Namen gemacht und ist auf der Karriereleiter mittlerweile ganz oben angelangt.

Der gebürtige Grazer hat die wichtigsten Preise in der Sex-Industrie abgeräumt, darunter etwa den Venus Award und den AVN-Award, die höchste Auszeichnung für einen Porno-Darsteller überhaupt. Der 44-Jährige war insgesamt über 150 Mal für den Porno-"Oscar" nominiert und gewann in den Jahren 2015, 2016 und 2017 den Award für "Performer of the Year by AVN".

Auch bei den XRCO-Awards steht Mick Blue für seine Leistungen regelmäßig auf der Siegerliste der Porno-Darsteller. Ganze vier Mal (!), 2015, 2016, 2017 und 2020, wurde er schon als "Male Performer of the Year" ausgezeichnet. Der Österreicher, der seit 2004 mit seiner Familie in Los Angeles lebt, hat in der Porno-Branche alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Eine Frage des Geldes

Der 44-Jährige ist mittlerweile in der privilegierten Position, sich seine Projekte aussuchen zu können. Die größten Erotik-Unternehmen, darunter etwa "Brazzers" oder "Digital Playground", kommen zu Mick Blue und wollen ihn als Darsteller für ihre Produktionen engagieren. Bei der Wahl seiner Drehs achtet der Steirer aber nicht nur auf seine Partnerin vor der Kamera, auch das Thema Geld spielt bei einer Verpflichtung natürlich eine Rolle.

Und wer die besten und bekanntesten Porno-Darsteller der Branche für einen Sex-Dreh buchen möchte, muss dafür tief in die Tasche greifen. Bis man sich allerdings erst tatsächlich einen Namen gemacht hat, vergehen nicht nur viele, viele Jahre, auch das große Geld lässt zu Beginn noch auf sich warten. Das war auch bei Mick Blue nicht anders, der mittlerweile in der Top-Liga der Pornostars angekommen ist.

"Am Anfang, also so die ersten ein bis zwei Jahre, da bist du sicher besser dagestanden, wenn du einen fixen Beruf gehabt hast", sagt Mick Blue zu "Heute". Denn: "Solange du keinen Namen und keine Kontakte hast, kannst du vielleicht ein oder zwei Monate ohne Job sein und davon leben. Zu Beginn seiner Karriere hätte man vom großen Geld dabei noch nicht wirklich sprechen können.

Je größer der Name, desto mehr Geld

"Ich habe pro Szene circa 200 Euro bekommen", erinnert sich der Österreicher gegenüber "Heute" an seine Anfangsgehälter zurück - und zwar für das volle Programm, ein All-in-Vertrag quasi. Grundsätzlich gelte in der Branche aber das Credo: je bekannter der Name eines Darstellers, desto mehr Geld verdient man. Denn nur mit den größten Stars machen die Firmen auch das meiste Geld.

Im Gespräch mit "Heute" verrät Mick Blue aber auch, dass die Gagen für Männer "in den meisten Fällen" generell niedriger als die für Frauen seien. Außerdem würden weibliche Darstellerinnen laut dem Steirer für jede Sache, die sie bei einem Shooting extra machen, auch mehr Geld verdienen. Im Klartext: dreht eine Darstellerin "nur" eine Blowjob-Szene, bekommt sie dafür weniger bezahlt, als wenn sie beim Geschlechtsverkehr mit ein oder zwei Männern gefilmt wird, eine Anal- oder DP-Szene (Anm. Double Penetration) hat.

Der 44-jährige Steirer erklärt es so: "Das ist so, wie wenn du bei einem Auto das Basismodell kaufst. Wenn du Carbon-Teile und eine gute Musikanlage haben willst, dann musst du dafür auch extra zahlen." Und mit den Gagen für weibliche Porno-Darstellerinnen sei es "genau das gleiche". Männer würden hingegen oftmals keine unterschiedlichen Gagen bekommen.

So viel cashen Pornostars

Für "nur" einen Blowjob würden allerdings auch männliche Porno-Akteure weniger Geld bekommen, "als wenn du jetzt eine volle Sex-Szene machst". Anal oder GangBang, also Gruppensex mit mehreren Frauen und/oder Männern, spiele laut Mick Blue dabei aber keine Rolle mehr. Was bei den Verhandlungen des Gehalts allerdings sehr wohl ins Gewicht fällt, ist eben der Name bzw. Bekanntheitsgrad.

Doch was verdient ein Pornostar nun eigentlich genau? "Zahlenmäßig möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen", gibt sich der 44-Jährige gegenüber "Heute" bedeckt, lässt sich dann aber doch eine Zahl entlocken. "Summa summarum würde ich aber sagen, dass Frauen in Amerika - je nachdem was sie machen - zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar verdienen." Und zwar pro Szene!

Der professionelle Sex vor der Kamera macht sich für die großen Namen der Erotik-Branche also durchaus bezahlt. Bei einer fünf Tage Woche können Pornodarsteller schon einmal ab 5.000 US-Dollar (rund 4.000 Euro) die Woche aufwärts verdienen. Gut gebuchte Akteure, wie Mick Blue, drehen teilweise aber sogar bis zu sieben Tage die Woche Porno-Szenen.

Bei einem durchschnittlichen Gehalt von etwa rund 1.500 US-Dollar pro Dreh wären das stolze 10.500 US-Dollar (circa 9.000 Euro) - und zwar in der Woche. "Das ist aber wirklich ganz unterschiedlich und kann man so nicht genau festlegen", erklärt der 44-Jährige gegenüber "Heute" weiter.

Lukrativer Job

So habe es laut dem Österreicher bereits weibliche Darstellerinnen gegeben, die "20 bis 30 Drehs im Monat gemacht haben." Bei 20 Porno-Szenen und einem Gehalt von 1.000 US-Dollar wären das also 20.000 US-Dollar (rund 17.000 Euro) im Monat, die größten Stars der Branche mit Gagen von bis zu 2.000 US-Dollar würden bei 20 Drehs im Monat sogar auf 40.000 US-Dollar (circa 33.000 Euro) kommen - auf das Jahr gerechnet wären das stolze 480.000 US-Dollar (rund 400.000 Euro).

Aber: "Dann gibt es wieder Frauen, die nur zwei oder drei Szenen im Monat drehen", erklärt Blue weiter. Je öfters männliche und weibliche Porno-Darsteller jedenfalls vor der Kamera stehen und je mehr Sex-Akte- oder "Extras" (Anal, DP etc.) sie  bei einem Shooting praktizieren, desto mehr Geld springt am Ende eines Drehs auch für sie heraus. Für die gefragtesten Stars sind dabei Gehälter zwischen 20.000 und 40.000 US-Dollar im Monat wohl keine Seltenheit - solange man jedenfalls einen (großen) Namen hat.

Die "Bucket-List" von Mick Blue

Und Mick Blue hat sich nicht nur selbst einen Namen gemacht, er hat auch bereits mit den größten Stars gedreht. Ob Annika Albrite, Nicole Aniston, Riley Steele, Lela Star, Mia Malkova, Little Caprice, Nicolette Shea, Megan Rain, Tori Black oder Brandi Love - die Liste seiner Dreh-Partnerinnen ist lange (Anm. eine kleine Auswahl gibt es in der Diashow ganz oben) und ließe sich noch um "einige" Namen ergänzen.

Es gibt in der Karriere des 44-Jährigen aber einen weltbekannten Pornostar, mit dem der Österreicher noch keinen Sex-Dreh hatte. Welcher Name sich auf der "Bucket-List" von Mick Blue ganz oben befindet und mit wie vielen Frauen er (bisher) Geschlechtsverkehr hatte, erfährst du im nächsten Teil der "Mick Blue"-Reihe am 1. Mai.

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