"Schwarzer Penis": Austro-Pornostar über Sex-Unfall

Mick Blue mit den Pornostars Jill Kassidy (li.), seiner Frau Anikka Albrite (Mitte) und Mia (re.).
Mick Blue mit den Pornostars Jill Kassidy (li.), seiner Frau Anikka Albrite (Mitte) und Mia (re.).Instagram/ mickblueracing
Der Steirer Mick Blue hat in seiner Porno-Karriere schon viel mitgemacht und gesehen. Und manche Erlebnisse wird er so schnell nicht mehr vergessen.

Der Österreicher Mick Blue gehört zu gefragtesten Pornodarstellern der Welt! Seit über 20 Jahren hat der gebürtige Steirer nun schon professionellen Sex vor der Kamera und avancierte in dieser Zeit zu einem der bekanntesten männlichen Darsteller überhaupt. Der 44-Jährige dreht an den schönsten Locations, für die größten Erotik-Produktionen und den berühmtesten Darstellerinnen der Branche.

Doch der Weg bis dorthin war knallhart und nicht alle Porno-Szenen liefen für den Steirer wie geschmiert. So ging etwa gleich sein erster Erotik-Dreh mächtig in die Hose und Blue dachte gar daran, seine Karriere als Sex-Akteur an den Nagel zu hängen. Mit einer ordentlichen Standpauke von Regisseur Michael Schey, der als Harry S. Morgan die "Gina Wild"-Filme drehte, hatte der Österreicher einige Zeit zu kämpfen.

Nur die Harten kommen durch

Und auch eine Produktion in der ungarischen Stadt Debrecen zu Beginn seiner Karriere hat sich in das Gedächtnis des 44-Jährigen eingebrannt. Seine Dreh-Partnerin damals war eine ältere Dame (60+), bei der Blue ordentlich die Zähne zusammenbeißen musste. "Ich habe mit ihr dann die Szene gemacht, aber alle fünf Minuten ist mein Penis schlaff geworden", erinnert sich der Österreicher gegenüber "Heute" zurück. Er habe das Shooting aber fertig gemacht, denn: "Was dich nicht umbringt, macht dich härter."

Doch der gebürtige Grazer blieb hart und kletterte auf der Karriere-Leiter immer weiter nach oben – bis an die Spitze! Und das macht sich auch bezahlt, denn für die Top-Stars der Branche lassen Firmen wie "Digital Playground" oder "Brazzers" einiges springen. Die Darsteller mit den größten Namen verdienen zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar pro Szene. Gut gebuchte Akteure können bei einer fünf Tage Woche schon einmal ab 5.000 US-Dollar (rund 4.000 Euro) aufwärts verdienen. Und Stars wie Mick Blue stehen teilweise bis zu sieben Tage die Woche vor der Kamera.

Aber wie schafft es der Steirer eigentlich so lange so erfolgreich in der Porno-Branche zu bleiben? "Als männlicher Darsteller muss man schon ziemlich zäh sein. Man muss auch Realist sein, denn Sex vor der Kamera zu haben, ist ein ganz anderes Kaliber, als wenn du zu Hause im Zimmer nach deinen Regeln die ganze Nacht Geschlechtsverkehr hast", erklärt der 44-Jährige "Heute". Laut dem Österreicher würden die meisten Männer, die als Darsteller arbeiten wollen, "nicht einmal die erste Szene überstehen".

"Die Angst ist das Kryptonit für deinen Penis"

In der Karriere eines Pornodarstellers würde es zudem einen Moment geben, mit dem sich jeder Akteur früher oder später konfrontiert sieht. "Es ist die eine Szene, wo du im Prinzip nichts zusammenbringst. Wo der Penis einfach nicht funktionieren will, egal wie hübsch deine Dreh-Partnerin ist. Was den Männern dann das Genick bricht, ist die Sache, dass du nach dieser Szene wieder zurückkommst." Das sei für die Betroffenen mental extrem schwierig und anstrengend.

Denn: "Du hast Angst, dass es noch einmal passieren könnte oder du es nicht schaffst und du versagst. Diese Angst ist das Kryptonit für deinen Penis. Das ist einer der Gründe, warum sehr viele Darsteller wieder aufhören", sagt Mick Blue im Gespräch mit "Heute". Laut dem Österreicher würden aber nicht nur weniger bekannte Akteure diesen Moment erleben, sondern auch die größten Pornostars.

"Jeder in dieser Branche, ob Rocco Siffredi oder Manuel Ferrara, hat zumindest diesen einen Tag gehabt, wo nichts mehr funktioniert, aus welchen Gründen auch immer. Diejenigen, die nach zehn Jahren noch immer als Porno-Darsteller arbeiten, sind diejenigen, die es geschafft haben, mental über diese Hürde zu springen", so der Österreicher zu "Heute". Auch er selbst habe diesen Tag "100 prozentig" erlebt.

"Das ist wie Folter, das brennt sich in deinen Kopf"

Doch wie genau macht sich dieser eine Moment in der Karriere eines jeden Darstellers bemerkbar? "Du drehst eine Szene und nach fünf oder zehn Minuten will dein Penis nicht mehr. Da kannst du dann nicht hergehen und sagen, legen wir uns kurz hin und schlafen wir halt in der Früh miteinander, was du im Privatleben machen könntest. Nein, du hast eine Produktion und die wollen die Szene. Die haben viel Geld ausgegeben und die wollen den Dreh fertig haben." Man versuche dann alles, um die Szene fertig zu machen. "Aber diesen Dreh durchzustehen, ist wie Folter. Das brennt sich so in deinen Kopf."

Und zwar so sehr, dass auch keine Hilfsmittel wie Viagra mehr helfen. "Wenn der Kopf nicht da ist, dann bringt dir das Viagra überhaupt nichts. Es ist das gleiche, wie wenn du einen Trabant nimmst und daraus einen Porsche machen möchtest. Ich habe Situationen erlebt, wo wir in Paris waren und der Produzent dem Darsteller ein oder zwei Viagra gegeben hat und fünf Minuten später war sein Kopf dann knallrot. Es ist aber nach wie vor nichts gegangen, weil er so gestresst war und so viel Angst gehabt hat", erklärt Blue.

Neben Viagra gebe es laut dem Österreicher aber noch ein anderes Hilfsmittel, auf das manche Darsteller zurückgreifen würden: eine Injektion! "Ich habe das Gott sei Dank nie gebraucht und ich kann nur jedem davon abraten. In dem Augenblick, wo die mit Injektionen anfängst, ist deine Karriere nach drei oder vier Jahren so und so vorbei." Im Gespräch mit "Heute" erinnert sich der Steirer dabei an einen fürchterlichen Vorfall zurück.

"Ich habe seit fünf Stunden einen Steifen"

"Gleich am Anfang in der Branche bin ich von einer deutschen Produktion auf die kroatische Insel Hvar eingeladen worden. Als ich dort angekommen bin, ist mir ein deutscher Darsteller namens Manuel entgegengekommen, den ich schon von früher gekannt habe", so der 44-Jährige. Dann schildert er folgendes Gespräch mit seinem Kollegen.

Manuel: "Mick, Mick, Mick. Ich bin so glücklich, dass du hier bist. Du musst mir helfen."

Mick Blue: "Wobei soll ich dir helfen?"

Manuel: "Ich habe einen Steifen."

Mick Blue: OK, toll! Du hast einen Steifen. Dann geh in dein Zimmer und masturbiere.

Manuel: "Nein, nein. Du verstehst nicht! Ich habe meine Szene schon gedreht und bin fertig. Ich habe seit fünf Stunden einen Steifen. Ich bin auch schon laufen gegangen, aber mein Penis geht nicht runter."

Mick Blue: "OK. Du hast deine Szene schon gedreht, warst auch schon laufen und hast dennoch noch immer einen Steifen. Was ist los?"

"Sein Penis war die ganze Woche schwarz"

Erst habe ihm der Deutsche nicht sagen wollen, was los war. Dann habe er zu ihm gesagt: "Ok, Manuel... verar*** mich nicht." Schließlich habe sein Kollege eine Ampulle aus der Hose rausgeholt. "Es war ein tschechisches Produkt, das Pferden injiziert wird, wenn sie einen Krampf haben." Das habe sich Manuel in den Penis gespritzt, damit Blut in sein "bestes Stück" gepumpt wird und er einen Steifen bekommt. "Und jetzt geht er nicht mehr runter", so der verzweifelte Darsteller damals zu Mick Blue.

Der Österreicher und sein deutscher Kollege seien daraufhin umgehend zu einem Arzt gefahren. Mick Blue habe einer Krankenschwester dann das Problem geschildert und sie seien in einen Untersuchungsraum gegangen. Kurze Zeit später kam dann schon ein Arzt herein und sah sich den Penis des Pornodarstellers genauer an. Anschließend sagte der Mediziner zu den beiden:

"Es gibt drei Optionen! Erstens: Wir warten und hoffentlich geht er runter. Wenn es aber länger als zehn Stunden dauert, kann es sein, dass du deinen Penis verlierst. Zweitens: Du fährst in ein anderes Krankenhaus, dass dich dort mit anderen Medikamenten behandeln kann. Allerdings liegt dieses Spital drei Stunden entfernt und auch hier könntest du deinen Penis verlieren. Und die dritte Option: Ich kann eine Nadel nehmen und das Blut aus dem Penis ziehen, damit er runtergeht."

Sein deutscher Kollege habe sich schließlich für die dritte Option entschieden. "Der Arzt ist dann mit einer circa zehn Zentimeter langen Nadel gekommen und hat ihm das Blut aus dem Penis gesaugt. Zwei volle Nadeln hat er rausziehen müssen. Sein Penis ist dann zwar runtergegangen, aber er war die ganze Woche schwarz. Er hatte keine Erektion mehr, sein Penis war tot", erinnert sich Mick Blue gegenüber "Heute" zurück.

Nach dem Eingriff sei Manuel noch eine Woche in Kroatien geblieben und dann heimgefahren. "Ich habe ihn danach nie wieder in der Branche gesehen, er hat aufgegeben", so der 44-Jährige. Für den Steirer sei es aber eine wichtige Erfahrung gewesen, "weil ich gesehen habe, wie schlecht das ausgehen kann. Ab diesem Zeitpunkt habe ich gewusst, dass man sich nie was spritzen sollte." Im Laufe seiner Karriere als Pornodarsteller habe er viele männliche Darsteller kennengelernt, "ein Großteil davon war aber nur sehr kurzfristig in der Branche."

Geheime "Sex-Liste"

Mick Blue hat es dank seiner Ausdauer, seiner Hartnäckigkeit und nicht zuletzt aufgrund seines Stehvermögens bis an die Spitze der Porno-Industrie geschafft und dort hält sich der gebürtige Steirer mittlerweile seit mehreren Jahren mehr als nur erfolgreich. Der 44-Jährige zählt zu den größten Pornostars überhaupt!

Im nächsten Teil der "Mick Blue"-Reihe am 15. Mai räumt der Österreicher mit Porno-Gerüchten auf und spricht mit "Heute" über eine geheime "Sex-Liste" der Darsteller.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account wil Time| Akt:
LoveLiebeSexPornografieMick Blue

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen