Ein Zettel wurde ihm zum Verhängnis. Wochen nach einem spektakulären Banküberfall in Kärnten hat die Polizei einen Verdächtigen ausgeforscht – und festgenommen.
Am 16. März betrat ein Mann eine Bankfiliale in Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land), bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer Faustfeuerwaffe und flüchtete mit rund 200.000 Euro. Trotz Großfahndung und veröffentlichter Fotos blieb der Täter zunächst verschwunden.
Der entscheidende Hinweis lag offenbar direkt am Tatort: Der Räuber hatte einen Zettel mit Forderungen verloren. Genau darauf fanden Ermittler eine DNA-Spur - und die führte schließlich zu einem 48-jährigen Kärntner.
Der Mann war zwar bisher unbescholten, tauchte aber bereits in der Datenbank auf. Das reichte für die Ermittler, um zuzuschlagen.
Am Donnerstag klickten schließlich die Handschellen - und zwar auf einem Tennisplatz in Klagenfurt. Eine Szene, die so gar nicht zum Bild eines Bankräubers passt.
Noch kurioser: Der Verdächtige soll auch Nachbar eines Mannes sein, dem ein Fahrrad gestohlen wurde - ein Rad, das dem Fluchtfahrrad des Täters ähnelt. Gefunden wurde es allerdings nicht mehr.
Der 48-Jährige bestreitet die Tat. Seine Erklärung für die DNA auf dem Zettel: Der echte Täter habe wohl sein Altpapier verwendet.
Die Ermittlungen laufen weiter, der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Ein verlorener Zettel – und eine Ausrede, die fast so ungewöhnlich ist wie der ganze Fall.