Festnahme am Tennisplatz

200.000 Euro Beute! DNA führt zu Kärntner Bankräuber

Nach einem Banküberfall in Kärnten klickten jetzt die Handschellen. Eine DNA-Spur brachte die Ermittler auf die Spur.
Christoph Weichsler
20.04.2026, 22:40
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Ein Zettel wurde ihm zum Verhängnis. Wochen nach einem spektakulären Banküberfall in Kärnten hat die Polizei einen Verdächtigen ausgeforscht – und festgenommen.

Am 16. März betrat ein Mann eine Bankfiliale in Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land), bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer Faustfeuerwaffe und flüchtete mit rund 200.000 Euro. Trotz Großfahndung und veröffentlichter Fotos blieb der Täter zunächst verschwunden.

Zettel bringt Durchbruch

Der entscheidende Hinweis lag offenbar direkt am Tatort: Der Räuber hatte einen Zettel mit Forderungen verloren. Genau darauf fanden Ermittler eine DNA-Spur - und die führte schließlich zu einem 48-jährigen Kärntner.

Der Mann war zwar bisher unbescholten, tauchte aber bereits in der Datenbank auf. Das reichte für die Ermittler, um zuzuschlagen.

Festnahme am Tennisplatz

Am Donnerstag klickten schließlich die Handschellen - und zwar auf einem Tennisplatz in Klagenfurt. Eine Szene, die so gar nicht zum Bild eines Bankräubers passt.

Noch kurioser: Der Verdächtige soll auch Nachbar eines Mannes sein, dem ein Fahrrad gestohlen wurde - ein Rad, das dem Fluchtfahrrad des Täters ähnelt. Gefunden wurde es allerdings nicht mehr.

"War mein Altpapier"

Der 48-Jährige bestreitet die Tat. Seine Erklärung für die DNA auf dem Zettel: Der echte Täter habe wohl sein Altpapier verwendet.

Die Ermittlungen laufen weiter, der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Ein verlorener Zettel – und eine Ausrede, die fast so ungewöhnlich ist wie der ganze Fall.

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