Gefahr für Mensch und Tier

Achtung, giftig! Raupe breitet sich in Kärnten aus

Kärnten wird von einer mediterranen Raupenart heimgesucht. Der Pinienprozessionsspinner breitet sich rasant aus.
Newsdesk Heute
20.04.2026, 08:02
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Eigentlich ist der Prozessionsspinner in Italien, Spanien oder Albanien beheimatet, das warme Klima führt nun jedoch zu seiner Ausbreitung in Kärnten. Experten warnen vor dem drei bis fünf Zentimeter langen Tier.

Da die Raupen des Nachtfalters in den Wintermonaten keine Ruhe halten, sind sie besonders von Februar bis Mai besonders aktiv. Sie begeben sich auf Wanderschaft und bauen Nester in Bäumen. Videos des Pinienprozessionsspinners tauchen in den sozialen Medien auf – auch in Kärnten hält sich die Tierart mittlerweile auf.

Erste große Sichtung vor zehn Jahren

Für Gernot Hoch vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien ist dies eine Folge des Klimawandels, berichtet die "Kleine Zeitung". Seit den 2000er-Jahren könne sich die Tierart auch in den Wintertemperaturen entwickeln.

Im Winter vor zehn Jahren sei auch die erste Massenvermehrung an der Dobratsch-Südseite in Kärnten aufgetaucht. Hoch zufolge gab es zuvor nur vereinzelte Vorkommen im Lesachtal und im Drautal. Der Experte ist sich sicher, dass der Prozessionsspinner künftig fix in Österreich ansiedeln wird.

Asthmatische Anfälle drohen

Schäden durch die Kiefernarten bevorzugende Raupe seien im Wald nicht zu befürchten. Für Menschen und Haustiere bestehe jedoch eine Gefahr, da das Tier mit winzigen Gifthaaren ausgestattet sei.

Diese können bei Kontakt zu massivem Juckreiz, Hautausschlägen, Augenentzündungen und asthmatischen Anfällen führen. Besonders im Frühjahr sollte man daher besonders auf Kinder und Hunde achten. Des Weiteren sollen auch herabfallende Nester nicht berührt werden.

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