Kunst-Thriller mitten in der Festspielstadt, diese Taten geschahen vor den Augen der Öffentlichkeit. Ein ungewöhnlicher Diebstahl beschäftigt die Salzburger Polizei: Noch vor dem Ende der Skulptureninstallation "Mozart – das unbezähmbare Genie" sind 210 goldfarbene Mini-Mozartstatuen aus dem Mirabellgarten spurlos verschwunden.
Die Figuren standen auf schmalen Rasenflächen. Künstler Ottmar Hörl kontaktierte nach dem Verschwinden selbst die Polizei: "Ich muss Anzeige erstatten", das berichtet der ORF.
Das Kriminalreferat und mehrere Polizeiinspektionen arbeiten bei den Ermittlungen zusammen. Weil Salzburg von zahlreichen Touristen besucht wird, könnten sich die Verantwortlichen inzwischen weit entfernt befinden.
"Durchaus, weil bei über 200 gestohlenen Figuren im Raum steht, dass es an die 200 Täterinnen und Täter gibt, die sich da unrechtmäßig bereichert haben. Aufgrund dessen, dass es sich bei Salzburg ja um einen touristischen Hotspot handelt, könnte es natürlich sein, dass wir die Täterinnen und Täter dieser Diebstähle weltweit zu suchen haben", sagte Hans Wolfgruber von der Salzburger Polizei im ORF.
Eine Statue wird mit 90 Euro beziffert. Insgesamt entstand damit ein Schaden von 18.900 Euro. Die Ermittler wollen nun auch beobachten, ob die verschwundenen Mozarts auf Online-Handelsplattformen zum Verkauf angeboten werden.
"Wir werden als weiteren Ermittlungsansatz natürlich auch das Internet monitoren, Handelsplattformen und dergleichen, ob dort diese Statuen zum Verkauf angeboten werden. Wir nehmen jede Anzeige ernst, weil natürlich hinter jedem Delikt geschädigte Personen stehen. Und in diesem Fall ist es natürlich ein Diebstahl und durchaus kein Kavaliersdelikt, wie mancher vielleicht glauben mag", betonte Wolfgruber.
Den Tätern drohen bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe.