Eigentlich wollten die beiden Jugendlichen aus Hallein und Salzburg eine Nacht im Zelt verbringen. Doch auf dem Weg zwischen Neuer Fürther Hütte und St. Pöltner Hütte fanden die 17-Jährigen keinen geeigneten Platz für ihr Biwak. Dazu setzte strömender Regen ein.
Gegen Mitternacht entschieden sie sich schließlich für den Notruf. Die beiden waren zwar gut ausgerüstet und unverletzt, saßen aber fest: Ein Weitergehen war ebenso wenig möglich wie ein sicherer Rückweg. Zudem waren die Jugendlichen nass und froren.
Der Hüttenwirt der Neuen Fürther Hütte, selbst Bergretter, machte sich gemeinsam mit einem weiteren Helfer sofort auf den Weg. Rund 30 Meter unterhalb des Steiges fanden sie die beiden Jugendlichen. Einsatzleiter Gerfried Walser hatte ihnen zuvor telefonisch geraten, unter einem großen Stein Schutz zu suchen und sich warm zu halten.
Mit Biwaksack und Rettungsdecke waren die Teenager gut vorbereitet. Gemeinsam ging es anschließend zurück Richtung Hütte.
Doch auch die Rettungskräfte hatten mit dem Wetter zu kämpfen. Ein Polizeihubschrauber konnte Helfer nur so lange und so hoch zum Einsatzort bringen, wie es die Bedingungen zuließen. Weitere Bergretter stiegen deshalb zu Fuß auf.
Schließlich erreichten die Einsatzkräfte die Jugendlichen und begleiteten sie zur Neuen Fürther Hütte. Dort wurden die beiden nach einem Gesundheitscheck versorgt und konnten sich in der geheizten Hütte aufwärmen.
Insgesamt standen 18 Bergretter im Einsatz. Gegen 2 Uhr war die nächtliche Rettungsaktion beendet. Die beiden 17-Jährigen verbrachten die Nacht auf der Hütte und wollten am Mittwoch ihr zurückgebliebenes Gepäck holen.