Streit in Floridsdorf

210.000 Euro für Ballkäfig – jetzt droht Nachtsperre

Floridsdorf investiert 210.000 Euro in einen leiseren Ballspielkäfig. Weil Beschwerden nicht abreißen, wird nun über eine Nachtsperre diskutiert.
Wien Heute
02.08.2026, 14:06
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Kinder sollen spielen können, Anrainer ihre Ruhe haben. Mit diesem Ziel hat der Bezirk Floridsdorf den Ballspielkäfig in der Berzeliusgasse umfassend modernisiert. Rund 210.000 Euro wurden investiert, um die Sportanlage leiser zu machen.

Lärmschutz wurde massiv verbessert

Im Zuge der Sanierung wurde der Ballfangzaun durch ein besonders geräuscharmes Stahlnetz ersetzt. Außerdem erhielt der Platz einen lärmdämpfenden Kunststoffbelag (EPDM). Bereits im Vorjahr waren die Fußballtore gegen lärmärmere Modelle mit Ballfanggittern ausgetauscht worden.

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Trotz der Maßnahmen reißen die Beschwerden aus der Nachbarschaft aber nicht ab. Zwar gilt für den Ballspielkäfig bereits eine Nutzungszeit von 8 bis 21 Uhr, laut Bezirk halten sich jedoch nicht alle Nutzer an diese Vorgaben.

Bezirkschef will Sperrmaßnahmen diskutieren

Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) will deshalb nun weitere Schritte prüfen. "Ich bin kein Freund zusätzlicher Sperrmaßnahmen, wenn gegenseitige Rücksichtnahme ausreicht. Aber dort, wo es notwendig ist, müssen wir auch darüber offen diskutieren."

Papai will den Floridsdorfer Umweltausschuss beauftragen, über eine nächtliche Sperre der Anlage zwischen 21 und 8 Uhr zu entscheiden.

Papai: "Kinder und Jugendliche brauchen Platz"

Gleichzeitig betont der Bezirkschef die Bedeutung von Spiel- und Sportflächen für junge Menschen. "Floridsdorf wurde nicht ohne Grund als familienfreundlicher Bezirk ausgezeichnet. Kinder und Jugendliche brauchen Platz und wir investieren laufend in Spiel- und Sportmöglichkeiten für unsere Kinder und Jugendlichen", so Papai.

Mit den Umbauten seien die baulichen Möglichkeiten zur Lärmreduktion laut Bezirk weitgehend ausgeschöpft. Dass beim Ballspielen dennoch Geräusche entstehen, lasse sich vor allem während der Ferienzeit nicht völlig vermeiden.

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