Tiefe Trauer in Kärnten: Ein 22-jähriger Mann aus der Gemeinde Weitensfeld, Bezirk St. Veit/Glan, verlor in der Nacht auf Sonntag bei einem Verkehrsunfall sein Leben. Der junge Kärntner war zuvor vor einer Polizeikontrolle davongefahren.
Gegen 23 Uhr hatte eine Polizeistreife auf der Gurktal Straße (B93) im Gemeindegebiet von Gurk ein abgestelltes Auto mit laufendem Motor entdeckt. Als die Beamten den Wagen kontrollieren wollten, gab der Lenker plötzlich Gas und raste in Richtung Weitensfeld davon.
Die Polizisten nahmen zunächst die Verfolgung auf, brachen diese aber kurz darauf wieder ab. Das Kennzeichen des Fahrzeugs war bereits bekannt. Wie die Polizei erklärte, sei die Verhältnismäßigkeit einer weiteren Nachfahrt nicht mehr gegeben gewesen.
Kurz vor Weitensfeld verlor der 22-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen eine Böschung, überschlug sich und blieb auf dem Dach in einer Wiese liegen. Anschließend fing das Fahrzeug Feuer.
Als die Polizeistreife wenig später die Unfallstelle erreichte, fanden die Beamten den jungen Mann neben dem Unfallwrack. Sofort wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Auch Rettung und Notarzt kämpften um sein Leben. Der 22-Jährige starb jedoch noch an der Unfallstelle.
In Weitensfeld ist die Betroffenheit groß. Bürgermeister Franz Sabitzer erfuhrt während eines Auslandsaufenthalts von der Tragödie. Er habe den Verunglückten "von kleinauf" gekannt, schildert er der "Kleinen Zeitung": "Es ist ein großer Schock für alle. Er war ein so lebensfroher und netter Mensch. Unser Mitgefühl ist bei der Familie."
Auch für die Feuerwehr war der Einsatz besonders belastend. Mehrere Kameraden kannten das Unfallopfer persönlich. Vor allem für die jungen Leute ist es schwer, das zu verarbeiten", sagt Einsatzleiter Karl-Werner Kronlechner, Stv. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gurk. Diese war mit 15 Kräften im Einsatz und übernahm die Brandbekämpfung sowie die Absicherung der Unfallstelle.
Warum der junge Mann vor der Kontrolle geflüchtet war, ist derzeit noch unklar.