In Ottakring wird kräftig umgebaut: Der bisherige Mistplatz in der Kendlerstraße 38 bekommt einen modernen Nachfolger. Nur wenige Meter entfernt, in der Kendlerstraße 40, entsteht bis 2028 eine neue Anlage. Rund 22 Millionen Euro investiert die Stadt Wien in Planung und Errichtung.
Die Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände haben bereits begonnen. Der neue Mistplatz soll künftig vor allem den Bewohnern von Ottakring, Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus die Müllentsorgung erleichtern. Gemeinsam mit Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) haben die Bezirksvorsteher Stefanie Lamp (Ottakring), Michaela Schüchner (Penzing) und Dietmar Baurecht (Rudolfsheim-Fünfhaus) den Startschuss für das Projekt gegeben.
Der bisherige Mistplatz ist aufgrund seiner beengten Platzverhältnisse nicht mehr zeitgemäß. Deshalb soll die neue Anlage deutlich mehr Komfort bieten. Geplant sind mehr als doppelt so viele Sammelbereiche, in denen Abfälle künftig getrennt entsorgt werden können.
Besonders praktisch: Die Müllmulden werden abgesenkt und überdacht. Damit soll das Entladen von Sperrmüll und anderen Abfällen einfacher und sicherer werden – auch bei Regen oder Schnee. Zusätzlich wird es kostenlosen Kompost sowie eine sogenannte 48er-Tandler-Box geben. Dort können Wiener gut erhaltene Gegenstände abgeben, die sie selbst nicht mehr benötigen, die aber für andere noch brauchbar sind.
Auch beim Klimaschutz soll die neue Anlage punkten. Gebaut wird auf einem ehemaligen Gelände der Wiener Netze. Der Mistplatz wird teilweise überdacht und erhält begrünte Dachflächen und Fassaden sowie Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung.
Schallschutzmaßnahmen sollen außerdem die Lärmbelastung reduzieren. Neben der Müllentsorgung entsteht auf dem Areal auch ein vollwertiger Winterdienstplatz mit eigener Siloanlage.
"Damit Wien zu einer Stadt ohne Verschwendung wird, setzen wir auf Kreislaufwirtschaft: Je mehr getrennt gesammelt wird, umso mehr kann recycelt werden. Wir schaffen dafür die notwendige Infrastruktur", betont Stadtrat Czernohorszky.
Auch die drei Bezirksvorsteher begrüßen das Projekt: "Mit dem neuen modernen Mistplatz ganz in der Nähe der bestehenden Anlage verbessern wir das Abfallsammelsystem in unseren Bezirken entscheidend. Kurze Wege, einfaches Entsorgen und ein tolles 48er-Angebot – davon profitieren alle Bewohnerinnen und Bewohner unserer Bezirke", erklären Lamp, Schüchner und Baurecht gemeinsam.
Für die Bewohner gibt es während der Bauarbeiten eine gute Nachricht: Der bestehende Mistplatz in der Kendlerstraße 38 bleibt bis zur Fertigstellung der neuen Anlage geöffnet. Erst danach wird er durch den Neubau in der Kendlerstraße 40 ersetzt.