Der Lenker fiel einer Streife bei Tempo-Messungen in Kallham (Bez. Grieskirchen) auf: Er raste Montagvormittag mit 125 km/h durch eine 70er-Zone. Die Beamten folgten ihm mit Blaulicht und Sirene.
Der junge Mann stieg aber weiter aufs Gas und versuchte, das Zivilfahrzeug von der Straße zu drängen. In der Folge zeigte das Gerät Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern an. Mehrmals kam es beinahe zu Frontalkollisionen mit dem Gegenverkehr.
Was die Situation zusätzlich verschärfte: Die 17-jährige Beifahrerin warf immer wieder Gegenstände, darunter eine Glasflasche, in Richtung des Polizeiautos.
Schließlich drückte der 23-Jährige das Pedal noch weiter durch und kam auf der Innkreisautobahn (A8) auf bis zu 230 km/h. Auf Höhe Aistersheim baute er im Bereich einer Baustelle einen Unfall und konnte nicht mehr weiterfahren.
Danach rannte er über die A8 und versuchte seine Tour mit einem anderen Fahrzeug fortzusetzen. Dessen Lenker konnte ihn aber davon abhalten. Wenig später klickten die Handschellen.
Im Pkw stellten die Polizisten eine geringe Menge Suchtmittel sicher. Der Verdächtige aus Wien konnte keinen gültigen Führerschein vorweisen. Wie sich herausstellte, bestand eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien.
Der Wagen wurde beschlagnahmt. Der Wiener Verkehrssünder kam in die JA Wels. Seine Begleiterin wird auf freiem Fuß angezeigt.