In Floridsdorf wird kräftig gebaut: Die Volksschule am Marco-Polo-Platz 9 wird umfassend saniert und erweitert. Rund 26,7 Millionen Euro fließen in das Projekt – künftig sollen dort 13 Klassen Platz finden, dazu kommen Ganztagsbetreuung, neue Sportflächen und ein Jugendzentrum.
Bis zum kommenden Schuljahr soll das Schulgebäude umfassend erneuert werden. Die Stadt Wien unterstützt den Bezirk bei der Finanzierung mit einer Sonderförderung von bis zu 80 Prozent der Kosten.
Das Gebäude wird dabei ordentlich umgekrempelt: Erdgeschoss und Keller werden neu gestaltet, zusätzlich entstehen kleinere Anbauten. Geplant sind unter anderem Multifunktionsräume, eine Bibliothek, ein Speisesaal mit Aufwärmküche und ein modernisierter Turnsaal. Insgesamt soll der Standort künftig als 13-klassige Pflichtschule mit schulischer Ganztagsbetreuung geführt werden.
Eine Photovoltaikanlage am Dach soll einen Teil des Energiebedarfs decken. Beheizt wird künftig mit Wärmepumpe und Erdwärme. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) betont: "Am Marco-Polo-Platz entsteht eine Ganztagsschule mit Platz zum Lernen, Essen und Bewegen, und am Nachmittag nutzen auch die Jugendlichen aus dem Grätzl die neuen Sportplätze. Gerade bei der Sanierung älterer Schulen ist uns wichtig, den Hitzeschutz von Anfang an mitzudenken, damit Kinder auch an heißen Tagen gut lernen können."
Damit während der Bauarbeiten weiter unterrichtet werden kann, wurde zuvor ein Ersatzquartier errichtet. Dieses konnte nach rund einem Jahr Bauzeit nun eröffnet werden. "Der erste Schritt ist somit geschafft und wir blicken mit großer Vorfreude auf die weitere Modernisierung der Volksschule", so Abteilungsleiterin der Stadt Wien Schulen, Andrea Trattnig.
Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) sieht die Investition auch als Beitrag zu besseren Bildungschancen: "Eine gute Schule braucht nicht nur engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Mit der Sanierung und Erweiterung der Volksschule am Marco-Polo-Platz schaffen wir mehr Platz und ein modernes Umfeld, in dem Kinder gut lernen und sich entwickeln können."
Nicht nur im Gebäude tut sich etwas. Rund um die Schule ist eine großzügige Grünfläche mit Spiel- und Sitzmöglichkeiten geplant. Der vorhandene Baumbestand soll größtenteils erhalten bleiben, auch der Vorplatz wird begrünt.
Zukünftig werden auf der Fläche des derzeitigen Hartplatzes außerdem zwei neue Hartplätze errichtet. Während des Schulbetriebs stehen sie den Kindern zur Verfügung, außerhalb der Unterrichtszeiten sollen auch Jugendliche aus dem Grätzl sie nutzen können.
Ab Herbst 2027 kommt schließlich noch ein neues Jugendzentrum dazu. Dafür wird das derzeitige Ersatzquartier nach Abschluss der Schulsanierung entsprechend adaptiert. Bei der Gestaltung des Freiraums sollen auch die Kinder und Jugendlichen selbst mitreden. Die Klima- und Innovationsagentur Wien begleitet das Projekt über die verschiedenen Bauphasen, damit deren Bedürfnisse in die Planung einfließen.