Obdachlos, finanziell am Ende

28-Jährige kauft Traumhaus, nun steht sie vor dem Ruin

Der Kauf ihres Traumhauses in Hirschhorn am Neckar (D) sollte für Adriana D. der Start in ein neues Leben werden. Doch daraus wurde ein Albtraum.
Newsdesk Heute
18.07.2026, 09:49
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Adriana D. wollte sich einen Lebenstraum erfüllen. Vor zwei Jahren kaufte die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte einen stillgelegten Steinbruch direkt am Neckar. Für das Grundstück samt 360 Quadratmeter großem Gebäude zahlte die 28-Jährige rund 500.000 Euro.

In dem Haus aus dem Jahr 1978 wollte sie eine Hundepension samt Onlineshop eröffnen. Doch jetzt darf sie keinen Fuß mehr auf ihr eigenes Grundstück in Hirschhorn im deutschen Bundesland Hessen setzen.

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Grund dafür ist ein riesiger Riss in der Sandsteinwand hinter dem Gebäude. Ein zwölf Meter hoher Gesteinsbrocken könnte sich lösen und auf das Haus oder benachbarte Grundstücke stürzen.

"Als ich im November 2024 in das Haus zog, war ich so glücklich", erzählt D. der "Bild". Ein Jahr später kam der Schock. Als im November 2025 die Blätter von den Bäumen fielen, entdeckte sie den gewaltigen Riss im Felsen.

Aus Angst vor herabfallenden Gesteinsbrocken informierte sie die Behörden. Sie habe befürchtet, dass sie selbst oder Kinder beim benachbarten Gebäude eines Karnevalsvereins verletzt werden könnten.

Die Stadt reagierte und verhängte ein Betretungs- und Nutzungsverbot für das gesamte Grundstück. Sollte D. das Gelände dennoch betreten, droht ihr laut eigenen Angaben ein Zwangsgeld von 5.000 Euro.

"Von den Behörden im Stich gelassen"

"Ich musste von einem Tag auf den anderen raus und alles zurücklassen", sagt die 28-Jährige. Seither komme sie bei Freunden und Verwandten unter. Wann sie wieder in ihr Haus zurückkehren darf, ist auch Monate nach der Sperre völlig offen.

Für D. wird die Situation zunehmend zur finanziellen Belastungsprobe. Sie könne ihre Zahlungsverpflichtungen womöglich bald nicht mehr erfüllen und fürchte, dass die Immobilie zwangsversteigert werden könnte. "Ich fühle mich von den Behörden im Stich gelassen und stehe vor dem finanziellen Ruin", sagt sie.

Hirschhorns Bürgermeister Martin Hölz erklärt, dass bereits Sofortmaßnahmen zur Sicherung des gefährlichen Felsblocks durchgeführt worden seien. Nun müssten die Ergebnisse eines Gutachtens zur Standsicherheit geprüft werden. Danach soll die zuständige Bauaufsichtsbehörde über die nächsten Schritte informiert werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.07.2026, 10:07, 18.07.2026, 09:49