Wenn ein Mann wie Dwayne Johnson erstmals die Stufen der Met Gala erklimmt, dann ist Understatement keine Option. Stattdessen liefert "The Rock" eine Machtdemonstration aus Stoff, Stil – und vor allem Diamanten.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit: eine Uhr im Wert von umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro. Ein Modell, das selbst in der exzessiven Welt der Haute Horlogerie neue Maßstäbe setzt.
Das spektakuläre Stück stammt vom New Yorker Luxusjuwelier Jacob & Co. und hört auf den Namen "Billionaire III". Besetzt mit Hunderten weißen Diamanten und insgesamt über 120 Karat, ist die Uhr weniger Zeitmesser als Statement.
Mit einem Gehäusedurchmesser von rund 54 Millimetern wirkt sie fast überdimensioniert – doch genau darin liegt der Punkt: Kaum jemand könnte ein derart massives Accessoire tragen, ohne damit überladen zu wirken. Johnson hingegen macht es zum Teil seiner Inszenierung.
Doch die Uhr war nur ein Teil des kalkulierten Tabubruchs. Johnson erschien in einem maßgeschneiderten Look von Thom Browne – inklusive plissiertem Rock und aufwendig gearbeiteten Details.
Seine langjährige Stylistin setzte damit bewusst auf Provokation: Der Look sollte zeigen, dass auch extrem muskulöse Männer jenseits klassischer Anzüge existieren dürfen. Mode als Gegenentwurf zu jahrzehntelangen Konventionen.
Was früher fast ausschließlich Frauen vorbehalten war, hat sich längst verschoben: Der rote Teppich ist zur Bühne für männliche Selbstdarstellung geworden. Uhren, Broschen und Schmuck avancieren zu Statussymbolen, die bewusst in Szene gesetzt werden.
Johnson treibt diese Entwicklung auf die Spitze. Seine Uhr ist nicht nur ein Luxusobjekt – sie ist Teil einer Erzählung über Macht, Körper und Sichtbarkeit.