Ganzes Werk in Lebring vor Aus

300 Jobs betroffen! Mega-Crash bei Autofirma

Schock für die Steiermark: Autozulieferer ZF schließt sein Werk in Lebring bis Ende 2027 - rund 300 Beschäftigte sind betroffen.
Österreich Heute
17.04.2026, 10:35
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Hiobsbotschaft aus der Steiermark: Der Autozulieferer ZF macht sein Werk in Lebring dicht. Es ist eine Katastrophe, fast gleichzeitig meldete Eitek, eine NÖ-Firma aus der gleichen Branche ähnlich Schlimmes.

Bei ZF wurden die rund 300 Mitarbeiter am Donnerstag darüber informiert, dass der Standort bis 31. Dezember 2027 geschlossen wird.

Für viele kam die Nachricht völlig überraschend. "Bisher hieß es immer, dass Österreich nicht von den Sparmaßnahmen im Gesamtkonzern betroffen sein soll", berichtet ein betroffener Mitarbeiter in der Kleinen Zeitung. Umso größer war der Schock, als die Belegschaft bei einer Veranstaltung im Werk von der Schließung erfuhr.

Der deutsche Konzern bestätigt die Pläne. Die Produktion soll schrittweise an andere europäische Standorte verlagert werden, konkret nach Polen und in die Slowakei. In Lebring werde der Betrieb geordnet heruntergefahren.

"Schwache Nachfrage"

Als Grund nennt das Unternehmen ein "anhaltend schwieriges Marktumfeld mit schwacher Nachfrage, geringeren Produktionsvolumina sowie geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten". Auch der Rückgang bei Sonderausstattungen macht sich bemerkbar: Weil Neuwagen teurer werden, sparen viele Kunden bei Extras, das sind genau jene Produkte, die in Lebring gefertigt werden.

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Das Werk produziert unter anderem Hinterachslenkungen und elektrische Wankstabilisierungen. Die Auslastung sei zuletzt stärker gesunken als erwartet, zusätzlich gebe es strukturelle Wettbewerbsnachteile.

"Die Analyse der Marktdaten, der mittelfristigen Nachfrage und der Standortstruktur zeigt klar: Für Lebring gibt es unter den gegebenen Rahmenbedingungen keine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive", wird Produktionsleiter Philip Schuster zitiert. Man wolle nun einen "geordneten Übergang" schaffen und Lösungen für die Beschäftigten finden.

Die Gewerkschaft schlägt Alarm. Verhandlungen über einen Sozialplan sollen rasch starten.

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