Nächtliche Touren quer durch Oberösterreich: Zwei Polen sollen laut Polizei im Februar in drei Bundesländern (OÖ, NÖ, Steiermark) insgesamt 32 Firmenbusse aufgebrochen haben. Ziel waren vor allem Parkplätze von Betrieben sowie Einfahrten und Carports von Einfamilienhäusern. Die Beute: hochwertige Werkzeuge im sechsstelligen Euro-Bereich.
Ermittler des Landeskriminalamts Oberösterreich kamen den Verdächtigen gemeinsam mit der tschechischen Polizei und einer Observationsgruppe auf die Spur. Laut Exekutive reisten die Männer aus dem Nordwesten Polens nach Südböhmen, blieben dort jeweils drei bis vier Tage – und fuhren jede Nacht nach Österreich, um Einbruchsdiebstähle zu begehen.
Am 19. Februar war Schluss mit Lustig: Bei der Rückfahrt Richtung Polen wurden die Männer nahe Prag (Tschechien) angehalten. Im Auto fanden die Beamten Diebesgut im fünfstelligen Euro-Bereich.
Die Werkzeuge sollen kurz zuvor bei Coups in den Bezirken Freistadt und Urfahr-Umgebung gestohlen worden sein. Aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Linz umgehend ausgestellten Europäischen Haftbefehls klickten die Handschellen.
Am Freitag wurden die Verdächtigen nach Österreich ausgeliefert und noch am selben Tag in die Justizanstalt Linz eingeliefert. Beide zeigten sich laut Polizei geständig. Das übrige Diebesgut sollen sie in Polen über das Internet an unbekannte Personen weiterverkauft haben.
Brisant: Die Männer waren erst im Oktober bzw. November 2025 bedingt aus deutschen Haftanstalten entlassen worden. 2024 waren sie in Osnabrück wegen Einbruchsdiebstählen zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.