Der Krieg mit dem Iran zeigt auch in Österreich Auswirkungen. Die Spritpreisesteigen rasant an, wie erste Auswertungen des Arbö nun zeigten: Im Oberösterreich-Durchschnitt kostete ein Liter Diesel 1,561 Euro und ein Liter Benzin 1,512 Euro. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche musste man deutlich weniger hinlegen: 1,512 Euro bzw. 1,468 Euro.
Die Industriellenvereinigung hat jetzt auf "Heute"-Anfrage die aktuelle Lage eingeschätzt: "Internationale Energie- und Lieferketten sind sehr verletzlich", bestätigt auch Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Das zeige sich in Krisen wie diesen mehr als deutlich.
"Die temporäre Sperre der Straße von Hormus (eine der zentralen Handelsrouten für Öl und Flüssiggas; Anm.) verschärft die Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten", erklärt der IV-Experte. "Für Österreichs Industrie bedeutet diese Entwicklung kurzfristig steigende Energie- und Transportkosten."
Haindl-Grutsch weist auf Energie als zentralen Wettbewerbsfaktor hin, Preissteigerungen würden inflationsverstärkend wirken. Er macht aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass das Ausmaß über das ganze Jahr gesehen überschaubar sei, wenn der Konflikt zeitlich begrenzt bleibe.
Für den Geschäftsführer steht fest: "Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit der konsequenten Diversifizierung der Energieimporte, ohne lediglich eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen." Der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur in Europa müsse beschleunigt werden.