Eine Einbruchsserie quer durch Österreich dürfte geklärt sein. Seit Anfang Juni wurden immer wieder Freibäder in der Steiermark, im Südburgenland, in Niederösterreich und Kärnten zum Ziel von Einbrechern. Nun nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest.
Der entscheidende Hinweis kam am vergangenen Sonntag aus Haus im Ennstal. Dort kontrollierten Polizisten einen Pkw mit britischem Kennzeichen. Im Wagen stießen sie auf Einbruchswerkzeug und Maskierungen – kurz nachdem in das örtliche Freibad eingebrochen worden war. Die drei Insassen, zwei Rumänen und ein Moldawier, wurden daraufhin festgenommen.
Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark hatten zuvor intensiv an der Aufklärung der Serie gearbeitet. Den drei Verdächtigen werden mittlerweile zwei Einbruchsserien zugerechnet.
Insgesamt sollen sie 34 Taten begangen haben. 29 Einbrüche wurden laut Polizei vollendet, bei fünf weiteren blieb es beim Versuch.
Bei den Einvernahmen gingen die Aussagen allerdings auseinander. Einer der Männer zeigte sich umfassend geständig. Als Motiv nannte er Geldnot und gab an, die Einbrüche gemeinsam mit den beiden anderen begangen zu haben.
Die beiden anderen Verdächtigen bestritten ihre Beteiligung hingegen weitgehend. Stattdessen beschuldigten sie sich gegenseitig, der Haupttäter zu sein.
"Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurden die drei Tatverdächtigen in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert", teilte die Polizei am Dienstag mit.